Geschichte der Barum

  • 13.09.2012
  • Autor: OPONEO.PL

Drei Firmen – Bata, Rubena und Mitas – markieren den Beginn von Barum, einer führenden Reifenmarke auf dem mitteleuropäischen Markt. Auf das Dreigespann der Stammväter geht auch der Name zurück, der – gerecht – die Anfangsbuchstaben der Gründergesellschaften aufgreift.

Das Logo der Reifen Barum

Die Brüder Baťa, Schöpfer einer der bekanntesten Schuhmarken auf der Welt, begannen ihr Abenteuer in der weiten Geschäftswelt eher bescheiden. Vor dem ersten Weltkrieg beschäftigten sie lediglich drei Mitarbeiter. Von umwälzender Bedeutung für die Firma war ein späterer Auftrag vom Militär, der zugleich auch den Beginn der Produktion von Schuhen mit Gummisohlen im Jahr 1924 markierte. Diese Jahreszahl ist auch in der Geschichte der einige Jahrzehnte später gegründeten Gesellschaft Barum von Schlüsselbedeutung.

Mit zunehmender Erfahrung in der sich dynamisch entwickelnden Gummiindustrie spürte Bata, dass der Straßentransport schneller, billiger und unkomplizierter als die Beförderung per Eisenbahn wäre, und beschloss aus diesem Grund, sich einen eigenen Fahrzeugpark zuzulegen. Das war insofern von Bedeutung, da die Firma immer mehr fertigte und verkaufte und deshalb neue Methoden der Rationalisierung ihrer Geschäftstätigkeit gefragt waren. Bata setzte in der Folge auf die Herstellung von Reifen, mit dem Ergebnis, dass 1931 die Produktion von Fahrradbereifung aufgenommen wurde. Drei Jahre später waren die ersten Modelle von Autoreifen fertig. Die rasante Entwicklung des Automobilsektors machte weitere Investitionen in der Reifenbranche möglich.

Der Hauptsitz der Firma BarumDie Firma Barum

Barum – eine Dreierfusion

Mit Ende des 2. Weltkriegs kam es nach der 1945 vorgenommenen Verstaatlichung zu einem Zusammenschluss des Unternehmens Bata mit zwei kleineren tschechischen Herstellern von Auto- und Fahrradreifen: Rubena und Mitas. Aus den Anfangsbuchstaben der drei Unternehmen wurde der Name Barum (genauer Ba-Ru-M) gebildet. Die Geschichte des Unternehmens Rubena reicht in das Jahr 1908 zurück, als Josef Kudrnac in der Ortschaft Nachod die Fertigung von Gummimaterialien aufnahm. Zwanzig Jahre später stellte Kudrnac, dessen Firma zu dieser Zeit noch seinem eigenen Namen führte, den ersten Fahrradreifen her und ab 1929 fügte er seinem Angebot Autoreifen hinzu. 1945 wurde der Name Kudrnac durch Rubena ersetzt und kurz darauf ging die Firma in der Gesellschaft Barum auf.

Auf eine kürzere Geschichte blickte die 1933 in Zlin gegründete Marke Mitas zurück. Von Anfang an kooperierte die Firma mit dem Unternehmen Bata. 1937 verließen täglich dreihundert Autoreifen und über einhundert Fahrradreifen das Mitas-Werk. Während des Krieges übernahmen die Deutschen die Kontrolle über das Unternehmen. 1945 wurde Mitas dann verstaatlicht und mit Bata und Rubena zusammengeschlossen.

Die Reifenmontage Barum Sponsor

Barum – von Zlin nach Otrokovice

Die neu gegründete Gesellschaft Barum konnte, sich auf das Produktionspotenzial der fusionierten Unternehmen stützend, darauf zählen, rasch eine feste Marktposition einzunehmen. Die Erzeugnisse der Marke Barum fanden auch den Weg nach Polen, wo sich außer Autoreifen auch die Bereifung für Motorräder, darunter Speedway-Maschinen, großer Beliebtheit erfreute.

Im Jahr 1966 errichtete das Unternehmen ein neues Werk in der Ortschaft Otrokovice. Dort entstand auf einem 5,3 Hektar großen Grundstück eine moderne Fabrik, in der bis heute die Reifen der Marke Barum gefertigt werden. Bevor im Jahr 1972 die gesamte Produktion dorthin umzog, wurde in der alten Fabrik in Zlin fünf Jahre zuvor die Montage der ersten Radialreifen aufgenommen, die zu jener Zeit eine große technische Leistung darstellten.

1983 übernahm Barum die Schirmherrschaft über die Rallye des gleichen Namens. Nach den ersten Auflagen konnte niemand erwarten, dass diese Veranstaltung zu einem so wichtigen Ereignis im Motorsportkalender wird. Heute ist die um Zlin ausgetragene Rallye eine der Ausscheidungen zur Rallye-Europameisterschaft.

Barum unter dem Schirm von Continental

Nach dem Ende des Kommunismus und der Teilung der Tschechoslowakei begannen die westlichen Reifenkonzerne, in Osteuropa zu investieren. In Polen übernahm Michelin die Stomil-Werke und Goodyear erwarb Dębica. Continental wandte sich dagegen Tschechien zu und unterzeichnete 1992 ein Joint-Venture-Abkommen mit der Firma Barum. Dies war der erste Schritt zur Bildung der Gesellschaft Barum Continental s.r.o Group of Companies ein Jahr später, in deren Ergebnis die tschechische Gesellschaft Teil der Continental-Gruppe wurde.

Dies trug nicht nur in Form von organisatorisch-finanzieller Stabilität Früchte, sondern verschaffte dem Unternehmen auch Zugang zu den neuesten Fertigungstechnologien, Laufflächenmodellen und wissenschaftlichen Forschungskapazitäten. Barum erweiterte sein Angebot um Reifenmodelle für LKWs und Landmaschinen.

Heute finden die Reifen der tschechischen Marke den Weg zu Kunden in ganz Europa. Täglich werden ca. 60.000 Reifen in der Fabrik in Otrokovice gefertigt und pro Jahr verlassen die Bänder des Barum-Werks 18 Millionen Reifen, die in unserem Land mit dem Slogan: „Für polnische Straßen und polnische Brieftaschen” beworben werden.

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