Der Renault Master ist ein Transporter des französischen Automobilherstellers Renault und wurde erstmals 1981 zusammen mit dem etwas kleineren Modell Renault Trafic auf den Markt gebracht. Die erste Generation war eine komplette Neuentwicklung und zeichnete sich durch innovative Lösungen wie einen längs eingebauten Motor und Frontantrieb aus. Der Master wurde in verschiedenen Radständen und Karosserievarianten angeboten, darunter auch als Fahrgestell für individuelle Aufbauten.
Im Laufe von 16 Jahren wurde das Modell mehrfach überarbeitet: Es kamen Versionen mit Hinterradantrieb hinzu, die Federung wurde verbessert und neue Motoren – unter anderem von Iveco – eingeführt. 1997 präsentierte Renault die zweite Generation, den Renault Master II. Ursprünglich war eine Partnerschaft mit Iveco geplant, die jedoch nicht zustande kam. Stattdessen wurde das Modell in Zusammenarbeit mit General Motors entwickelt. Parallel dazu erschienen die Schwestermodelle Nissan Interstar sowie Opel/Vauxhall Movano. Für seine innovative Technik und hohe Funktionalität wurde der Master mit dem Titel „Van of the Year 1998“ ausgezeichnet.
Die dritte Generation des Renault Master kam 2010 auf den Markt und löste sowohl das Vorgängermodell als auch den größeren Renault Mascott ab. Der neue Master ist in vier Gewichtsklassen erhältlich: 2,8 t, 3,3 t, 3,5 t und 4,5 t (letztere entspricht dem früheren Mascott). Unter der Motorhaube arbeitet ein 2,3-Liter-dCi-Dieselmotor, der in drei Leistungsstufen angeboten wird: 100 PS, 125 PS und 145 PS. Auch in dieser Generation sind die Schwestermodelle Opel Movano, Vauxhall Movano und Nissan NV400 erhältlich.
Die Originalbereifung des Renault Master hat die Dimension 195/65 R16. Optional können auch Reifen in den Größen 205/75 R16, 215/65 R16 oder 225/65 R16 montiert werden.