In der Zeit der wirtschaftlichen Krise scheint das letztere Problem immer wichtiger. Übrigens ist es ohne Bedeutung, aus welchem Grund wir den Reifendruck pflegen und regelmäßig überprüfen. Die Hauptsache ist es, dass wir es überhaupt tun. Es lohnt sich!

Zu niedriger Reifendruck

Ein nicht vollständig aufgepumpter Reifen ist nicht in der Lage, die entsprechende Form zu erhalten und in Kontakt mit dem Boden ist er flacher als er sein soll. Wenn der Luftdruck in unseren Reifen kleiner um nur 0,4 bar (ca. 6 psi) ist, kann es zur Abschwächung deren inneren Struktur und infolge dessen zu deren Beschädigung oder im besten Fall zur Fehlfunktion führen.

Zu niedrige Druckwerte führen auch zu einer größeren Biegung bei der Fahrt, was eine Quelle des größeren Laufwiderstandes sein wird und für uns ein größerer Kraftstoffverbrauch sogar um 5 Prozent bedeutet. Es sind noch nicht mal alle höheren und häufigeren Kosten, denn ein zu niedriger Reifendruck die Lebensdauer des Profils reduziert – sogar um 5 Prozent – bei einer hohen Wahrscheinlichkeit des ungleichmäßigen Verschleißes in den einzelnen Reifen.

Wenn uns ein bedeutender Anstieg der mit unausreichendem Aufpumpen der Reifen verbundenen Kosten nicht überzeugt, ist es vielleicht angebracht, auf die Tatsache zu achten, dass ein zu niedriger Reifendruck einen bedeutenden Einfluss auf die Verschlechterung der Lenkpräzision und Fahrstabilität in Kurven hat. Dessen Folgen braucht man ja nicht erklären…

Zu hoher Reifendruck

Ungeachtet der Vorwände ist ein zu hoher Reifendruck in unserem Fahrzeug auch nicht erwünscht. Ein Reifen mit zu hohem Luftdruck ist steif und hart, die Größe seiner Fläche, die mit der Bodenfläche in Kontakt tritt, ist viel kleiner als sie sein soll. Es reicht knapp ein halbes Bar zu viel aus, um das Risiko des Reifenschadens nach dem Befahren eines Straßenlochs oder eines liegenden Gegenstandes und eines ungleichmäßigen

Niedriger Druck im Reifen.

Niedriger Druck im Reifen.

Profilverschleißes wie bei zu kleinem Luftdruck zu erhöhen. Vielmehr dämmen die Reifen mit zu hohem Luftdruck nicht entsprechend die Straßenunebenheiten und tragen dazu bei, dass das Fahrzeug sich rau steuern lässt und in den Innenraum mehr Gerausche gelangen. Obwohl ein höherer Druckwert in den Reifen ein wenig den Laufwiderstand reduziert und normalerweise bessere Reaktionen auf Lenkradbewegungen und Kurvenstabilität sichert, sollen solche Maßnahmen nur bei Nutzung der Reifen während der Rennfahrten aus speziellen Rennstrecken, nicht während der täglichen Fahrt

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Einer für alle, alle für einen

Es ist auch darauf zu achten, dass der Luftdruck aller Räder den Anweisungen des Automobilherstellers entsprechen soll. Wenn in allen Rädern verschiedene Druckwerte auftreten, verschleißen die Reifen ungleichmäßig, was den Austausch der Reifen notwendig macht, die noch funktionstüchtig sein sollten. Dies resultiert aus der Tatsache, dass Reifen mindestens paarweise ausgetauscht werden sollen, obwohl der meist empfohlene Austausch den gesamten Reifensatz betrifft, d.h. alle vier Reifen auf einmal. Wenn das Profil nur bei einem Reifen schneller verschlissen ist (mindestens zwei Reifen müssen ausgetauscht werden), werfen wir tatsächlich bei dem empfohlenen Austausch mindestens einen tauglichen Reifen aus. Überlegen wir, ob wir uns eine solche Verschwendung leisten können.

Pflege

Um die maximale Lebensdauer und effektive Leistungen unserer Reifen sicherzustellen und uns Fahrern (und Fahrgästen) entbehrliche Aufwendungen einzusparen und die maximale Sicherheit zu gewährleisten, ist es ausreichend, einige Hauptanweisungen zu beachten. Wir können natürlich unser Auto mit teuren (direkten und indirekten) Drucküberwachungssystemen ausstatten – es ist allerdings nicht der einzige Weg. Viel günstiger ist die Regelmäßigkeit. Es wäre am besten, den Reifendruck jeden Morgen zu überprüfen, bevor wir mit dem Auto losfahren. Wenn wir diese Möglichkeit nicht haben, achten wir darauf, dass die Druckwerte in allen Reifen mindestens alle zwei Wochen und immer vor einer längeren Fahrt überprüft werden. Zu Hilfe kommen uns sicherlich elektronische Druckmesser, die bereits für circa 20 EURO online oder in den meisten Autogeschäften erhältlich sind. Diese Messer zeigen Druckwerte meistens in unterschiedlichen angewandten Einheiten (bar, psi, kPa) an. Die Angaben zu richtigen Druckwerten finden wir in Anweisungen unserer Fahrzeuge oder selbst auf den Fahrzeugen. Die Automobilhersteller bringen diese Angaben meistens an der Tankklappe, auf dem Informationsschild an der Fahrertürsäule oder an der Fahrertür an.

 Reifendruck - Messung.

 Reifendruck - Messung.

Bei der Überprüfung des Reifendruckes in unserem Auto können wir nicht die Grundregel vergessen, d.h. Messung im kalten Zustand. Es ist nämlich darauf zu achten, dass mit dem Temperaturanstieg auch der Luftdruck höher wird. Deswegen ist die Druckmessung am Morgen, bevor wir losfahren, die meist empfohlene Messung (hierbei sind manuelle Druckmesser hilfreich). Wenn wir aber diese Möglichkeiten nicht haben und zu einem Manometer fahren müssen (z.B. an der Tankstelle), achten wir darauf, dass die Reifen wieder kühl werden – die Abkühlungszeit sollen wir an die überwundene Strecke anpassen. Die ideale Wartezeit wäre eine Stunde. Doch wenn wir nicht so viel Zeit haben, lassen wir unseren Reifen mindestens 15 Minuten Ruhezeit (soviel es nicht eine weite Strecke war). An der Sicherheit spart man nicht…