Geschichte der BFGoodrich

  • Autor: OPONEO.DE
Werbung von BFGoodrich

Erste Werbung von BF Goodrich.

BF Goodrich ZeitungDie Geschichte von BFGoodrich nahm 1870 in der Stadt Akron im US-Bundesstaat Ohio ihren Anfang, in der Dr. Benjamin Franklin Goodrich, Armee-Chirurg im amerikanischen Bürgerkrieg, die erste Kautschukfabrik Nordamerikas gründete und ein kleines Labor einrichtete. Bereits nach etwas mehr als zehn Jahren wurde in seinem Werk der erste Autoreifen hergestellt. Zu Ehren des 1888 verstorbenen Unternehmers nahm die Firma den Namen BFGoodrich Rubber Company an. 1896 übernahm die Fabrik, auf Bitte des Automobilklubs Winton Automobile Company of Cleveland, den Auftrag über die Fertigung der Reifen für ein neues Fahrzeug mit dem Namen Winton an, das in geringen Stückzahlen gefertigt wurde. Sieben Jahre später wurde das erste Automobil, das die gesamten Vereinigten Staaten durchquerte, mit BFGoodrich-Reifen ausgestattet.

In der weiteren Entwicklung half BFGoodrich der dynamische Aufschwung der um Detroit konzentrierten Automobilbranche. Die Fabriken der im Entstehen begriffenen „Motown“ (von „Motor Town“) waren zu dieser Zeit Hauptabnehmer der Erzeugnisse mit dem BFG-Zeichen. Für den Bau seiner Prämierenbaureihe des Fordmobile Modell A griff Henry Ford 1903 zu Reifen genau dieser Marke.

Über dem Atlantik mit BFGoodrich

Das AutoDie erste Reifen BF Goodrich

Die BFGoodrich-Chefs beschlossen kurz entschlossen, ihre Aktivität auf den europäischen Markt auszuweiten und eröffneten 1910 in Colombes bei Paris die erste Reifenfabrik jenseits des Atlantiks. Dadurch kam es zu einer stetigen Steigerung der Einnahmen aus dem Verkauf. Dies wiederum übertrug sich auf zusätzliche Investitionen in neue Technologien. Im Ergebnis wurde 1926 der Patentschutz für weichgemachtes Polyvinylchlorid, ein flexibles Gel mit bemerkenswerten Ähnlichkeiten zu natürlichem Gummi beantragt. Die Erfindung von Dr. Waldo Semona erwies sich als Durchbruch, nicht nur für die Automobilindustrie.
Ein Jahr später trug sich die Marke BFGoodrich erneut in die Annalen ein. Zu diesem Zeitpunkt gelang dem Piloten Charles Lindbergh am Steuerknüppel der mit BFG-Reifen ausgerüsteten Spirit of St. Louis, die erste Alleinüberquerung des Atlantiks von New York nach Paris ohne Zwischenlandung.

Eine weitere Innovation, zu der es dank BFGoodrich kam, ist die 1937 entwickelte Technologie der Gewinnung von synthetischem Kautschuk. Diese Erfindung erwies sich als besonders bedeutend, da sie nach dem Ausbruch des 2. Weltkrieges eine ununterbrochene Lieferung von Gummi für militärische Zwecke ermöglichte. Nach dem Eintritt der USA in den zweiten Weltkrieg produzierte BFGoodrich bereits ausschließlich für die US Army. Von der Firma wurden die Willys Jeep Armeefahrzeuge und GMC-Lastkraftwagen mit Reifen versorgt.

Evolution des Reifens

Evolution des Reifens

Mit Kriegsende kehrte das Unternehmen zu seinen Wurzeln zurück – der Produktion für den Zivilgebrauch. Bereits 1947 stellte BFGoodrich den ersten schlauchlosen Reifen vor – eine Erfindung von enormer Bedeutung für die gesamte Automobilindustrie. Im Jahr 1965 war der erste amerikanische Radialreifen Lifesaver serienreif und zwei Jahre darauf der erste Reifen fertig, der die Fahrt ohne Luft möglich machte. Doch das war nicht das Ende der Innovationen: BFGoodrich brachte 1976 als weltweit erstes Unternehmen den Performance-Radialreifen für Transporter Radial All Terrain T/A auf den Markt. 1999 kam ein Reifen mit farbiger Lauffläche, der Scorcher T/A in den Handel. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts bereitete die Firma den ersten 24-Zoll-Reifen g-Force T/AKDW, der für Autos mit Allradantrieb vorgesehen ist, sowie die Standardreihe Profiler G für Personen - und Lieferfahrzeuge vor.

Erste BF Goodrich Reifen

In den letzten Jahren erweiterte sich das Angebot von BFGoodrich unter anderem um solche Produkte wie den g-Force Profiler mit hoher Leistung und einzigartigem Kraftschluss, Trawler für 4x4 Geländewagen unter Extrembedingungen in Offroad-Rallyes, den Spike-Reifen g-Force Stud, die Activan-Reifenserie für Transporter sowie die Reifen g-Force Winter und Radial Long Trial T/A Tour. Es ist zu erwähnen, dass BFGoodrich außer Reifen für moderne Autos, in Kleinserien auch Reifen mit originalen Laufflächen aus den Jahren 1920-1980 produziert, die ein Segen für die Eigentümer von Oldtimern, vom Ford T, über Straßenkreuzer der 50er Jahre, bis hin zu den Kultmodellen des Chevrolet Corvette sind.

Siegreiche Gummis

BFGoodrich - Flughafen

Untrennbarer Teil der Firmengeschichte sind die auf Rallyes und Automobilrennstrecken erzielten Erfolge. Bereits 1915 konnte BFGoodrich als erste Marke in den Vereinigten Staaten zwei Siege in Folge auf der Strecke Brickyard verzeichnen, im Rahmen des ältesten und traditionsreichsten Rundstrecken-Autorennens der Welt Indy 500. 1972 war BFG der erste Reifenhersteller, der mit einem zum Einsatz auf der Straße zugelassenen Radialreifen am 24-Stundenrennen von Le Mans antrat.

Das Jahr 1972 war für die Marke ein besonderes Jahr, auch wegen des Anfangs ihres großen Abenteuers auf der anspruchsvollsten Rallye Nordamerikas – Baja 1000. Der Start bei diesem Ausscheidungen diente vor allem dem Testen des neuen Reifens BFGoodrich Radial All-Terrain T/A, der später in den allgemeinen Verkauf gelangte. Bis heute waren BFGoodrich-Reifen bei dieser Rallye 20-mal und dazu 18-mal bei der Rallye Baja 500 siegreich. 1984 gewann John Buffim unter Einsatz von Reifen der Marke BFG als erster Amerikaner die Rallye-Europameisterschaft.

Vogelperspektive - BFGoodrich Zentrale

Die Firmenpolitik änderte sich auch nach der Übernahme durch den Michelin-Konzern im Jahre 1987 nicht. Ganz im Gegenteil, BFGoodrich beschloss, auch bei der legendären Rallye Paris-Dakar dabei zu sein. Teams, die auf Reifen der Marke setzten, waren bis heute nicht weniger als sechsmal bei dem mörderischen Wüstenmarathon erfolgreich. Zu den nicht weniger imposanten Erfolgen sind auch die Siege beim legendären Rennen Daytona 24 und dem Bergrennen für Rennwagen und MotorräderPikes Peak International Hill Climb (PPIHC) zu zählen.

Die Firmenpolitik änderte sich auch nach der Übernahme durch den Michelin-Konzern im Jahre 1987 nicht. Ganz im Gegenteil, BFGoodrich beschloss, auch bei der legendären Rallye Paris-Dakar dabei zu sein. Teams, die auf Reifen der Marke setzten, waren bis heute nicht weniger als sechsmal bei dem mörderischen Wüstenmarathon erfolgreich. Zu den nicht weniger imposanten Erfolgen sind auch die Siege beim legendären Rennen Daytona 24 und dem Bergrennen für Rennwagen und MotorräderPikes Peak International Hill Climb (PPIHC) zu zählen.

BFGoodrich Offroad

Die Erfolge auf Offroad-Rallyestrecken spiegelten sich bei den Ausscheidungen der Rallye-Weltmeisterschaft WRC wider. Auf die Erfahrung der Entwerfer, Testteams und Mechaniker aufbauend, spielt BFGoodrich bei der Rallye-Weltmeisterschaft eine führende Rolle, seit die Firma bei dieser Veranstaltung teilnimmt.

Durch das Engagement der Marke in einer weiteren Disziplin kam es zu einer starken Evolution ihrer Erzeugnisse, die sich nun unter immer vielfältigeren Bedingungen bewähren müssen. 2006 war die Marke der Konkurrenz auf allen Feldern überlegen und trug so zur gewonnenen Konstrukteurswertung (Ford) als auch dem Sieg bei den Fahrern (Sebastian Loeb in einem Citroen) bei. Auch 2007 konnte sich BFGoodrich erneut über den Sieg in beiden Kategorien freuen und ein weiteres Werkteam – Subaru – vertraute von nun an den Erzeugnissen der Marke BFG.

BFGoodrich im Weltall

Rennwagen und BFGoodrich Reifen

Bei einer Abhandlung der Geschichte des Unternehmens BFGoodrich darf nicht übergangen werden, dass das Unternehmen auch seinen Anteil an die Entwicklung der Weltraumflüge hatte. Am 5. Mai 1961 legte der erste US-amerikanische Astronaut Alan Shepard, unmittelbar vor dem Start der Mission Freedom 7, einen silbernen Weltraumanzug aus Kunststoff an, der von den Wissenschaftlern der BFGoodrich Laboratories patentiert worden war.

Ein außergewöhnlicher Tag in der Geschichte von BFGoodrich war auch der 14. April 1981, als auf der Landebahn 23 der Edwards Air ForceBase in Kalifornien das erste Space Shuttle Columbia landete. In der 88 Tonnen schweren Weltraumfähre hielten die BFGoodrich-Reifen sowohl kosmische Kälte als auch die hohen Reibungstemperaturen bei der Landung mit einer Aufsetzgeschwindigkeit von über 450 km/h aus!

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