Geschichte der Sava

  • Autor: OPONEO.DE

Vor annähernd 90 Jahren gründeten die Brüder Franc und Peter Sumi zusammen mit Alojz Pirc und Jozko Veber die Gesellschaft Atlanta, die mit Gummiwaren handelte. Damit war der Stammvater des Unternehmens Sava, eines führenden mitteleuropäischen Reifenherstellers geboren, der nach einer Reihe von Umwandlungen heute Teil des Goodyear-Konzerns ist.

Das Logo von Sava

Im Jahr 1920 trafen sich in Kranj (deutsch: Krainburg), heute einer der größten Städte Sloweniens (und damals Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen), vier tatkräftige junge Männer mit der Idee für eine gemeinsame geschäftliche Unternehmung. Die Brüder Franc und Peter Sumi waren bereits zuvor im Handel tätig. Kaufmann war auch der aus dem nahe gelegenen Zali Log stammende Jozko Veber. Alojz Pirc hingegen war ausgebildeter Ingenieur. Ihre gemeinsame Geschäftstätigkeit begann das Gründerquartett mit dem Vertrieb unterschiedlichster Gummiwaren. Nach einigen Monaten fühlten sich die Herren dann bereit, diese Tätigkeit auf die Herstellung selbst umzustellen. 1921 wurde aus Atlanta das Unternehmen Vulkan, das kurz drauf damit begann, Schuhsohlen aus Gummi und mit der Zeit auch weitere Erzeugnisse wie Spielzeug, Bälle und Regenmäntel herzustellen.

Zum zehnten Jahrestag von Vulkan beschlossen die Geschäftsinhaber und Gründer, ihr Kind an die österreichische Firma Semperit zu veräußern. Mit diesem Verkauf begann ein neues Kapitel in der Geschichte des slowenischen Unternehmens. Hinzuzufügen ist, dass es sich um den Anfang einer ganzen Reihe von Eigentümerwechseln handelte, die erst in jüngerer Zeit, nämlich 1997, ihr vorläufiges Ende fanden. Doch darüber später.

 Sava – zuerst Semperit, dann Continental

Doch kehren wir in das Jahr 1932 zurück, als sich das Spektrum der Geschäftstätigkeit unter dem Dach von Semperit auf Fahrradreifen, Maschinenteile aus Gummi, Gummischläuche und Isolierteile ausdehnte. Der neue Eigentümer investierte auch in die Modernisierung der Fabrik in Kranj und steigerte kontinuierlich die Produktion.

Sava Hauptsitz

Ein wahres Aufblühen des Unternehmens war jedoch erst zu verzeichnen, als sich die Firma wieder in anderen Händen befand und es bei dem slowenischen Unternehmen 1940 zu einer weiteren grundlegenden Umwandlung kam. Diesmal wurde sie vom deutschen Continental-Konzern übernommen. Zu dieser Zeit wurde in Kranj auch energisch die Reifenproduktion aufgenommen, wobei man sich anfangs auf Pkw-Reifen konzentrierte. Doch stellten die Slowenen damals auch mehr als 500 weitere Gummiartikel her, die an verschiedene Marktsegmente – von der Schwerindustrie bis hin zur Schuhproduktion – adressiert waren.

Sava – nach dem Krieg in Staatsbesitz

1946 begann für die Firma der Prozess der Verstaatlichung, der nicht nur die Republik Slowenien, sondern ganz Jugoslawien erfasste. Nach dem Übergang des Unternehmens in Staatsbesitz wurde es in SAVA Fabrik für Gummiprodukte (Tovarna Gumijevih Izdelkov Sava) umbenannt und umgehend wieder die Produktion von Autoreifen, Radschläuchen, Dichtungen und Förderbändern aus Gummi aufgenommen. Zwei Jahre später wurde das charakteristische, bis heute gebräuchliche Logo der Marke entworfen.

1954 begann man damit, die Produkte auch ins Ausland, anfangs hauptsächlich in die Länder Mittel- und Osteuropas, zu verkaufen. Die wachsende Nachfrage führte dazu, dass 1956 eine neue Fabrik am Stadtrand von Kranj eröffnet wurde, in der zehn Jahre später der erste schlauchlose Reifen und ein Hochleistungsreifen vom Band liefen. Kurz darauf wurde auch mit der Produktion von Diagonalreifen und der sich auf der ganzen Welt großer Beliebtheit erfreuenden Stahlgürtelreifen für Pkws begonnen.

Sava – Konsolidierung mit Goodyear

Mit der rapiden Entwicklung und der Öffnung gegenüber den Auslandsmärkten begannen sich erneut ausländische Investoren für die Firma zu interessieren. 1967 entschied man sich bei Sava, erneut mit den Österreichern von Semperit zusammenzugehen, was fünf Jahre darauf in die Gründung der Joint-Venture-Gesellschaft Sava-Semperit mündete. 1985 schloss sich der Kreis beinahe ein zweites Mal, als das österreichische Unternehmen von Continental übernommen wurde. Anstatt unter das Dach des deutschen Konzerns zurückzukehren, begann die Führung des slowenischen Unternehmens, Verhandlungen mit der Goodyear Tire & Rubber Company aufzunehmen. Diese wurden 1997 mit einer historischen Vereinbarung abgeschlossen, durch die Sava Teil der amerikanischen Unternehmensgruppe wurde. Was sie im übrigen heute noch ist.

Ende der neunziger Jahre übernahm das slowenische Unternehmen mehrere kleinere Firmen der Chemie- und Gummibranche (unter anderem Belinka, Astra, Chemo, Guma und Teol). Im Jahr 2000 wurde Sava, pünktlich zum 80. Firmenjubiläum, erfolgreich an der Wertpapierbörse in Ljubljana platziert. Seit vielen Jahren ist Sava eine der weltweit bekanntesten slowenischen Marken.

Heute gehören nicht weniger als 31 Firmen zur Holding Sava Group, die auch in solchen Branchen wie Fremdenverkehr (die Gesellschaft Sava Hoteli Bled managt z.B. mehr als ein Dutzend Hotels in ganz Slowenien), Finanzen, Handel, Medizin und Energiewirtschaft (mit der Gesellschaft Ensa, die sich u.a. mit der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen beschäftigt) aktiv ist. Die größte Erfahrung, weil mehrere Dutzend Jahrzehnte umfassend, hat Sava jedoch in der Reifenherstellung. Bei Sava Tires arbeiten gegenwärtig 1.500 Personen und in den Werken der slowenischen Firma werden Reifen für Pkw und Lastkraftwagen produziert.

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