Geschichte der Firestone-Reifen

  • Autor: OPONEO.DE

Akron, Ohio. Hier, in der Stadt, die im Jahre 1990 zur  Hauptsitz der Reifenidustrie geworden ist. Firestone? Ja, der Name lautet bedrohlich und würdevoll. Die Firma wurde von Harveyowi S. Firestone gegründet.

Das Logo der Firma Firestone

Begegnung mit Ford

Detroit ist das Herz der amerikanischen Automobilindustrie. Hier haben die Giganten der Branche – Ford, General Motors und Chrysler – ihren Sitz. Jedermann weiß auch, dass das italienische Modena das Mekka der schnellen Autos ist – der Ort, an dem Ferrari, Maserati, De Tomaso, und nicht weit entfernt auch Lamborghini zu Hause sind. Nach dem gleichen Prinzip ist das amerikanische Akron die „reifenbesessenste” Stadt der Welt. Hier, unweit der Großen Seen, stiegen solche Unternehmen wie BFGoodrich und Goodyear zu Global Playern auf und hier nahm auch, kurz nach ihnen folgend, die Geschichte der Marke Firestone ihren Anfang.

Der Schöpfer der Marke Firestone wurde am 20. Dezember 1868 auf einer Farm im County Columbiana in Ohio geboren. Der Grundbesitz der Familie Firestone wurde Ende des 18. Jahrhunderts durch den Urgroßvater des Firmengründers, Nicholas Firestone, begründet, dem Präsident Thomas Jefferson persönlich ein Stück Land geschenkt hatte. 1895 lernte Harvey Samuel Firestone, der zu dieser Zeit für Columbus Buggy Works arbeitete, Henry Ford kennen, mit dem er kurz darauf den Beginn einer langjährigen Zusammenarbeit markierte. Für seine ersten Automobile hatte Ford Fahrradreifen verwendet. Firestone riet ihm, es mit luftbefüllten Reifen zu versuchen, die er in den von seiner Firma hergestellten Fuhrwerken und Karren einsetzte. Er erklärte sich dazu bereit, solche Reifen für die Ford-Fahrzeuge zu liefern. Dazu rief Firestone 1900 die The Firestone Tire & Rubber Company ins Leben und legte so den Grundstein für die Reifenindustrie in den Vereinigten Staaten. Nach drei Jahren nahm Harvey, dank eines Bankdarlehens in Höhe von 4.500 Dollar, mithilfe gebrauchter Maschinen und zwölf Mitarbeitern in einer alten Gießerei in Akron die Produktion auf. 1904 waren die ersten Reifen der Marke Firestone fertig und drei Jahre darauf kaufte Henry Ford bei ihm zweitausend Reifensätze für sein neuestes Modell T ein. Dazu ist anzumerken, dass es sich hierbei um den größten Auftrag in der noch jungen Geschichte der Branche handelte.

Produktion der Reifen Firestone Pkw und Motorradreifen

Die Fabrik in der USA

50 Jahre Firestone

Firestone gab sich jedoch nicht mit diesem ersten Erfolg zufrieden und begann, intensiv am Ausbau und der Verbesserung seines Angebots zu arbeiten. 1909 präsentierte er den weltweit ersten Antirutschreifen und zwei Jahre später konnte er stolz auf seinen Beitrag am ersten Sieg beim Rennen Indianapolis 500 verweisen, der von Ray Horroun errungen wurde und der natürlich auf Reifen der Marke aus Akron unterwegs war. Später wurden Siege beim Indy 500 zum Markenzeichen von Firestone.

Das folgende Jahrzehnt endete mit der rauschenden Eröffnung von Zweigunternehmen und Werken in Kanada (1919) und Großbritannien (1928). Es gab auch weitere technische und organisatorische Innovationen. 1922 entwickelten die Firestone-Ingenieure als erste einen Niederdruckreifen und im Jahr 1926 eröffnete die Firma in den Vereinigten Staaten ein Service- und Händlernetz, das in den folgenden Jahren zum Vorbild für viele Wettbewerber wurde.

Kurz darauf musste das Unternehmen ohne seinen Gründer auskommen. 1938 verstarb Harvey Firestone. Während des zweiten Weltkriegs stellte das Unternehmen, bereits unter neuer Führung, seine Tätigkeit auf die Produktion für das Militär um. Kurz nach Kriegsende eröffnete Firestone in Akron ein eigenes Forschungs-und Entwicklungszentrum. Dort entstand auch der Entwurf für das mit der Zahl 500 (zur Illustration der Vormachtstellung der Marke bei den Rennen in Indianapolis) gekennzeichnete Reifenmodell, das für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt war. Seinen fünfzigsten Geburtstag konnte Firestone demnach mit einem rauschenden Fest feiern, umso mehr, als die Firma um die Marke Dayton, die 1961 von der Dayco Corporation erworben wurde, und neue Werke in Europa reicher in das nächste halbe Jahrhundert ging.

Die Reifen Firestone Die Marke Firestone

Rettung aus Japan

Eine weitere Expansion wurde leider durch falsche Entscheidungen der Firestone-Führung verhindert. Ein schwerer Fehler war so die verspätete Markteinführung von Radialreifen. BFGoodrich und Michelin boten bereits Ende der sechziger Jahre Reifen dieser Bauart an. Firestone kam erst 1971 mit diesen auf den Markt und konnte in diesem Zusammenhang nicht mehr auf einen kommerziellen Erfolg seiner Unternehmung zählen. Dazu erwies sich ein großer Teil der 500 Radial Reifen als mangelhaft und Ursache von Verkehrsunfällen, was eine Lawine von Strafen und Gerichtsklagen nach sich zog. Der Ruf der Firma wurde dadurch ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen und anstatt Gewinne einzufahren, begann die Firma, immer größere Verluste anzuhäufen. Gegen Ende der siebziger Jahre verlor Firestone jährlich 250 Millionen Dollar. Es wurden zehn der siebzehn Produktionsstandorte – darunter allein sechs an einem einzigen Tag – geschlossen und der Sitz des Unternehmens wurde von Akron nach Chicago verlegt. Der neue Unternehmenschef John Nevin begann mit potenziellen Investoren zu verhandeln, zuerst mit Pirelli, und nach ihrem Fiasko, mit dem japanischen Konzern Bridgestone, der 1983 das erste Firestone-Werk in LaVergne im US-Bundesstaat Tennessee übernahm. 1988 ging dann das gesamte amerikanische Unternehmen für einen Preis von 2,65 Milliarden Dollar in den Besitz der Japaner über.

Formel 1 Das Reifenprofil

Mühsamer Weg aus der Krise

Dieser Bund begann mit einer weitreichenden Restrukturierung, die weitere 1,5 Milliarden Dollar verschlang. Die Firestone-Führung kehrte von Chicago nach Akron zurück und zog am Ende nach Nashville im Staat Tennessee um. Zu ihrem einhundertsten Geburtstag sah sich die Firma weiteren Schwierigkeiten ausgesetzt. Ein Teil der Reifen, mit denen der Ford Explorer ausgestattet wurde, erwies sich als schadhaft und explodierte bei hoher Geschwindigkeit, was zum Tod von über 200 Personen bei Unfällen führte. Unter diesen Umständen endete die über 100 Jahre bestehende Kooperation zwischen Firestone und Ford. Das Unternehmen musste sich für weitere Veränderungen entscheiden – und so wurde das Werk in Decatur im Staat Illinois geschlossen, in dem die Reifen mangelhafter Qualität gefertigt worden waren. Das folgende Sanierungsprogramm sah ernsthafte Einsparungen vor, durch die das amerikanische Unternehmen jedoch am Ende in die Gewinnzone zurückkehrte. Wichtig war auch, dass Firestone erfolgreich auf die Rennstrecken zurückkehrte, von denen sich das Unternehmen nach den Problemen in den siebziger Jahren verabschiedet hatte. Weitere Siege beim Indy 500 halfen ebenfalls erheblich beim teilweisen Wiedererlangen des früheren hohen Ansehens von Firestone bei. Wir fügen noch an, dass der niederländische Rennfahrer Arie Luyendyk jr. der 50. Fahrer war, der in Indianapolis auf Reifen des amerikanischen Unternehmens gewann.

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