Felgenmaulweite und Einpresstiefe

  • Autor: OPONEO.DE

Die Felgenmaulweite ist theoretisch minimal kleiner als die Reifenbreite (zur guten Passung). Demnach wird ein 185 mm breiter Reifen meist auf eine 6 Zoll breite Felge montiert. Zwar entsprechen 185 mm eher dem Wert von 7 Zoll, doch bei der Auswahl der Felge müssen wir die Reifenbreite an der Stelle, an der der Reifen die Felge berührt.

Mit der Felgenbreite ist die Einpresstiefe verbunden, die auch als Offset (aus dem Englischen) bezeichnet wird. Die Einpresstiefe stellt in Millimetern den Abstand zwischen der Auflagefläche und der geometrischen Felgenmitte (Symmetrieachse) dar. Je kleiner die Einpresstiefe ist, desto weiter ragen Alufelgen hinaus. Mit der Erhöhung der ET wird das Rad tiefer im Radhaus platziert.

Die Einpresstiefe ist allerdings kein Faktor, der über die Position der Räder gegenüber Kotflügeln entscheidet. Trotz derselben Einpresstiefe (z.B. ET30) ragt eine 9 Zoll breite Felge weiter hinaus als eine 6-Zoll-Felge. Warum? Sehen wir uns die nachfolgende Zeichnung an.

Felgenmaulweite und Einpresstiefe

Tatsachen und Theorien über die Felgenmaulweite und Einpresstiefe

Es gibt mehrere falsche Meinungen über den Felgenwechsel. Sie gelten oft als zuverlässige Informationen. Wir versuchen, einige davon zu überprüfen, indem wir die häufigsten Fragen zum Felgenwechsel beantworten:

„Kann die Einpresstiefe der Felge im Bereich +/- 15 problemlos geändert werden?”

Man kann dabei nicht verallgemeinern und die Modifizierung der Einpresstiefe immer individuell betrachten. Automobilhersteller lassen tatsächlich eine Modifizierung des Radstandes im Bereich von circa 2% zu. Dies bedeutet, dass eine zulässige Spurverbreiterung beim Radstand 160 cm 3,2 cm (32 mm) beträgt. Die zulässige Änderung der Einpresstiefe beträgt in diesem Fall 16 mm an jeder Seite. Natürlich sollte vorausgesetzt werden, dass die Felgenbreite und die Reifengröße dabei fest bleiben. Man sollte auch Einzelfälle berücksichtigen, wo ein Automobilhersteller sehr wenig Platz in Radhäusern gelassen hat und jede Änderung der ET oder Felgenbreite insbesondere bei großer Fahrzeugbelastung zum Reiben der Räder an Kotflügeln verursachen kann.

Bei der Erhöhung der ET besteht ein Risiko, dass die Felge am Bremssattel reibt. Deshalb muss bei der geplanten Änderung der Einpresstiefe der Abstand zwischen der serienmäßig montierten Felge und den kritischen Stellen am Fahrzeug (Radhausränder, Bremssattel, MacPherson-Federbein) genau überprüft werden.

„Angeblich kann die ET bei Alufelgen kleiner sein?”

Es hat keine Bedeutung, ob es sich um eine Stahl- oder Aluminiumfelge handelt – das Rad muss an derselben Stelle montiert sein. Beim Wechsel von Stahlfelgen gegen Alufelgen muss berücksichtigt werden, dass Stahlfelgen meistens schmaler sind als Alufelgen, deshalb muss die Einpresstiefe bei breiteren Felgen korrigiert (meistens erhöht) werden. Es gibt eine sehr einfache Formel, mit der berechnet werden kann, wie weit die neue Felge hinausragen wird:

Wie weit Felge hinausragen wird

„Kann ich Räder 7.5Jx16 ET35 für einen Renault Laguna verwenden?”

Der Automobilhersteller empfiehlt für Renault Laguna Räder mit einem Durchmesser von 15 Zoll, einer Breite von 6 Zoll und der ET45. Wir möchten Räder mit einem Durchmesse von 16 Zoll, einer Breite von 7.5 Zoll und der ET35 montieren. Anhand der oben dargestellten Formel ergibt sich eine Spurverbreiterung um 28,75mm. Der Abstand der Vorderräder beträgt 1480mm, dementsprechend beträgt die vom Automobilhersteller zugelassene Spurverbreiterung 14,8 mm an jeder Seite. Die obigen Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Montage dieser Räder in diesem Fahrzeugmodell nicht empfohlen wird.

„Ich ersetze bisherige Felgen durch breitere, wie viel sollte die ET betragen?”

Es ist einfach zu berechnen, wie viel die Einpresstiefe unserer neuen Felge betragen muss, damit sich der Radstand nicht ändert. Dazu dient die nachstehende Formel. Verwenden Sie die Angaben der serienmäßig montierten Felge und der neuen Felge. So erhalten Sie die Antwort, welche ET Sie wählen müssen, um ein Äquivalent des werkseitig montierten Satzes zu erzielen.

Wie viel die Einpresstiefe der Felge betragen muss.

Die nachstehende Tabelle stellt zulässige Felgen- und Reifenbreiten (laut TÜV) dar.

Zulässige Felgen - und Reifenbreiten

Besonders beliebt ist im Tuning der „German Style” – tief und breit. Die Montage der Sportfahrwerke, die das Fahrzeug um 40-120 mm tiefer legen, setzen den Einsatz von viel schmaleren Reifen als Alufelgen voraus. Eine umfangreiche Galerie untypischer Kombinationen von Felgen und Reifen finden Sie unter Tyrestretch.com.

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