Winterreifen-Test 2010 ADAC

  • Autor: OPONEO.DE

Was ist ADAC?

ADAC ist ein deutscher Automobilverein, der seit 1904 existiert. Er vereinigt zurzeit rund 14 Millionen Mitglieder. Die Stiftung beschäftigt sich u.a. mit der Problematik der Fahrsicherheit sowie mit der Durchführung mehrerer Tests im Automobilbereich.

Was sind ADAC-Reifentests?

ADAC-Reifentests sind einer der wichtigsten und objektivsten Reifentests. Auf diesen Test berufen sich die Medien in aller Welt. Viele Autofahrer halten ihn für die zuverlässigste Quelle der Meinungen. Es gibt natürlich auch solche Autofahrer, die dieses Ranking in Frage stellen und fragen, ob man solchen Tests glauben kann?

Test auf nasser Fahrbahn

Eines der Elemente von ADAC - Winterreifentests
sind Prüfungen auf nasser Fahrbahn.

Wie bereitet sich ADAC auf die Winterreifenests?

Für einen Test kauft ADAC fast 2 tausend Reifen. Der Kauf erfolgt an verschiedenen Handelsstellen durch vollständig anonyme Personen. So schließt die Stiftung eventuelle Manipulationen aus.

Wo finden ADAC-Reifentests statt?

Die Tests finden auf abgesperrten Strecken gemäß dem strengen Terminplan statt.

Aus welchen Elementen bestehen ADAC-Winterreifentests?

  • Fahreigenschaften auf trockener Fahrbahn,
  • Fahreigenschaften auf nasser Fahrbahn,
  • Fahreigenschaften auf Eis,
  • Rollgeräusche,
  • Kraftstoffverbrauch,
  • Reifenverschleißfestigkeit.

Fahreigenschaften auf trockener Fahrbahn

im Alltagsverkehr

  • Prüfung des Verhaltens von Reifen auf langen geraden Strecken und in leichten Kurven – dies testet, ob Reifen einen festen Radius haben und das Auto nicht seitlich zieht.
  • Untersuchung der Reaktion auf Befehle des Fahrers. Das Ziel ist es, zu überprüfen, wie Reifen auf Lenkraddrehungen reagieren.
  • Analyse der hinteren Aufhängung, bei der überprüft wird, wie hintere Reifen auf dynamische Lenkradbewegungen reagieren.

in Notfällen

  • Testen von Reifen bei plötzlicher Fahrtveränderung oder bei heftiger Überholung.
  • Überprüfung, ob Reifen übersteuerbar sind oder zur Untersteuerbarkeit tendieren.
  • Es wird ein schneller Slalom durchgeführt, dessen Ziel die Überprüfung der Reifenreaktionen auf heftige dynamische Kurven ist.

Nasse Fahrbahn

Bremsen

  • Der Test überprüft den Bremsweg bei der Geschwindigkeit von 80 bis 20 km/h bei abgeschaltetem ABS. Als Fahrbahn dient eine lang berieselte Beton- oder Asphaltfläche.

Steuerbarkeit

  • Die Steuerbarkeit wird auf einer wasserbedeckten Fahrbahn überprüft und die Testfahrer prüfen, wie schnell sie die Runde mit zahlreichen engen Kurven überwinden.

Zentrifugalkraft-Tests

  • Der Test erfolgt auf vollständig nasser kreisförmiger Straße und die Testfahrer überprüfen die Zeit einer Umkreisung sowie die Höchstgeschwindigkeit, die man mit der jeweiligen Bereifung erreichen kann.

Aquaplaning auf gerader Strecke

  • Bei einer festen Fahrgeschwindigkeit fährt das Auto auf eine mit 7 mm Wasser gefüllte Straße. Bei der Ausfahrt beschleunigt der Fahrer heftig.

Aquaplaning in Kurven

  • Der Test erfolgt auf einer runden Bahn mit einem Durchmesser von 200 m, auf der sich eine 20 m große und 4 mm tiefe Pfütze befindet. Die Ausgangsgeschwindigkeit beträgt für Fahrzeuge 70 km/h. Die Testfahrer beschleunigen und prüfen, mit welchen Reifen die nasse Strecke bei einer höheren Geschwindigkeit überwunden werden kann, ohne dass das Fahrzeug ins Schleudern gerät.

Schnee

  • Dieser Test erfolgt auf einer schneebedeckten Fahrbahn.

Bremsen

  • Der Test wird immer bei eingeschaltetem ABS durchgeführt. Vom Ergebnis zeugt die Länge des Bremsweges bei einer Geschwindigkeit von 30 bis 5 km/h.

Traktion

  • Die Aufgabe des Testfahrzeugs ist es, schwerere Fahrzeuge auf Schnee steif zu schleppen. Am Ende der Stange ist ein Gerät montiert, das die eingesetzte Kraft misst. Die Drehgeschwindigkeit der angetriebenen Räder erhöht sich von 9 auf 60%. Als Testergebnis gilt die eingesetzte Kraft auf der gesamten Teststrecke.

Zeitfahrt

  • Einige Fahrten von einigen Fahrern auf einer bestimmten schneebedeckten Fahrbahn zeigen, wie schnell die Strecke überwunden werden kann. Es wird besonders darauf geachtet, ob Reifen zum Schleudern in Kurven tendieren.

Eis

  • Der Test wird auf einer künstlich vorbereiteten Eisbahn durchgeführt, wo die Oberflächentemperatur konstant ist.

Bremsen

  • Wie bei allen anderen Tests, ist auch hier der Bremsweg von Bedeutung. Hier beträgt die Ausgangsgeschwindigkeit 25 km/h – Gewinner sind Reifen, die bis 9 km/h schneller bremsen.

Kurvenfahrt

  • Als Teststrecke dient eine vereiste runde Fahrbahn. Eine längere Rundenzeit zeugt davon, dass das Auto mit den jeweiligen Reifen dazu tendiert, seitlich zu ziehen.

Reifenrollgeräusche

Innen

  • Im Testauto sitzen zwei Personen. Das Fahrzeug erreicht die Geschwindigkeit von 80 km/h, danach wird der Motor abgestellt und das Auto rollt, bis die Geschwindigkeit von 20 km/h erreicht wird. Auf diese Weise wird geprüft, welche Reifen den höchsten Geräuschpegel aufweisen.

Außen

  • Das Prinzip ist ähnlich. Der Motor ist abgestellt und das Fahrzeug rollt gleich neben dem Messpunkt. Sofort werden Daten gesammelt, analysiert und ausgewertet, bis Ergebnisse ermittelt sind.

Kraftstoffverbrauch

  • Bei konstanten Geschwindigkeiten von 80, 100 und 120 km/h wird der Kraftstoffverbrauch für Reifen des jeweiligen Herstellers geprüft.

Verschleißfestigkeit

  • Mit den zu testenden Reifen sind Serienfahrzeuge ausgestattet, die eine Entfernung von 12 000 km überwinden. Während der gesamten Testdauer werden regelmäßig Kraftstoffverbrauchswerte an der gesamten Reifenoberfläche gesammelt.

Um die Objektivität sicherzustellen, werden die Testetappen mehrfach wiederholt. Die Toleranzgrenzwerte für konkrete Ergebnisse sind darüber hinaus sehr eng.

Gefällt es Ihnen der Artikel?
Geben Sie uns die positive Bewertung.

Danke schön
Fügen Sie ein Kommentar ein
Ich akzeptiere Datenschutz nowe okno
(Achtung: Ihre Einträge im Forum werden moderiert.)