Was steckt hinter den Namen der bekannten Reifenmarken?

  • Autor: OPONEO.DE

Was steckt hinter den Namen der bekannten Reifenmarken? Aus Marketingsicht sind sie Gold wert und stellen für jedes Unternehmen ein unschätzbares Kapital dar, in dem ihr Ansehen, Herkunft, Geschichte und Tradition eingeschlossen sind.

Michelin, Pirelli oder Dunlop – die Namen der Gründer

Falls der Firmenname den Namen des Gründers trägt, können wir sicher sein, dass wir mit einer Marke zu tun haben, die eine nahezu hundertjährige Geschichte aufzuweisen hat. Vor hundert und mehr Jahren lagen industriellen Initiativen, nicht nur denen der Reifenbranche (bzw. im weiteren Sinne: der Gummibranche), ein eher individueller Charakter zu Grunde, da diese oftmals private Unternehmungen herausragender Einzelpersonen waren. Wenn man heute die Spitzengruppe der größten Reifen produzierenden Konzerne betrachtet findet man: Michelin aus Frankreich, das Werk der Brüder Andre und Edouard Michelin (gleichzeitig sollte man beachten, dass sie die Firma Michelin et Cie übernahmen, die ihr Großvater 1832 gründete), Pirelli aus Italien, das Giovanni Battista Pirelli gründete sowie Bridgestone aus Japan, das Shojiro Ishibashi gründete. Letzterer Fall stellt hier eine Ausnahme dar, denn Ishibashi hielt es im Hinblick auf eine internationale Tätigkeit für angebracht, einen Namen mit universellem Charakter zu nutzen. Deshalb hat er seinen Nachnamen wortgetreu ins Englische übersetzt, der „steinerne Brücke“ bedeutete, sprich Stonebridge. Bridgestone entstand durch das Vertauschen der beiden Wörter.

Hinter BFGoodrich steht Benjamin Franklin Goodrich, der Firmengründer im XIX Jahrhundert, also zu der Zeit als die Automobil- und Reifenindustrie, wie wir sie heute kennen, noch Zukunftsmusik war. Hinter der Marke Firestone steckt der bekannte amerikanische Industriepionier Henry Firestone, hinter der Marke Kelly hingegen steht ein anderer Pionier dieser Branche, Edwin S. Kelly, wohingegen hinter der Marke Cooper Ira J. Cooper steht. Metzeler aus Deutschland, einer der führenden Marken auf dem Markt für Motorradreifen wurde mit dem Nachnamen von Robert Friedrich Metzeler benannt. Dunlop schließlich verewigte einen der herausragendsten Erfinder in der Geschichte des Reifensektors, den Schotten John Boyd Dunlop.

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Die Michelin-Brüder.

Kleber und Goodyear sind die Patrone dieser Marken

Unter den Unternehmen, die in der zweiten Hälfte des XX Jahrhunderts gegründet wurden, entstanden im Hinblick auf die Übereinstimmung von Firmennamen und Gründer die Marke Mickey Thompson, die das Werk von Mickey Thompson, einem amerikanischen Rennfahrer, ist sowie Marangoni, eine italienische Marke, die von Mario Marangoni gegründet wurde. Auf den ersten Blick kann die Herkunft der Unternehmen, wie Goodyear, Kleber oder Braum, etwas irritierend wirken.

Die Marke Goodyear. Den amerikanischen Giganten gründete nicht etwa Charles Goodyear, der Vater der Vulkanisierung von Kautschuk, denn dieser starb 40 Jahre vor dem Entstehen des Unternehmens, das bis heute seinen Namen trägt. Sein Gründer, Frank Seiberling, nutzte die Person des zu Lebzeiten unterschätzten Erfinders und verband seine Leistungen elegant mit der Geschichte seiner eigenen Firma. Dem französischen Unternehmen Kleber hingegen „lieh“ Jean-Baptiste Kleber seinen Namen, ein Anführer der Großen Revolution und Mitarbeiter von Napoleon. Er hatte mit Reifen nichts zu tun und starb im Jahr 1800. Als das Unternehmen, das heute unter Kleber bekannt ist, noch den Namen Colombes-Goodrich trug, hatte es 1945 seinen ersten Sitz in Paris an der Avenue Kleber. Auf diese Weise wurde der französische General gewissermaßen „indirekt“ zum Patron der Reifenmarke. Zum Schluss noch das dritte Beispiel – Braum. Im Namen der tschechischen Firma, die 1945 aus dem Zusammenschluss von drei anderen Unternehmen entstand, blieben die ersten beiden Buchstaben eines der berühmtesten europäischen Industriellen des 20. Jahrhunderts übrig: Baty, Rubeny sowie Mitas. Hier geht es um Tomas Bata, der dank der Schuhmarke allgemein bekannt ist.

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Charles Goodyear war nicht der Begründer der gleichnamigen Marke.

Apollo, Achilles, Hercules – Götter und Helden

Wir erwähnten bereits die Patrone von Reifenmarken, wie Goodyear oder Kleber. Blicken wir jedoch weiterhin auf historische bzw. fiktive Personen oder Gestalten, dessen Namen von Unternehmen auf dem Reifenmarkt übernommen wurden, zeigt sich, dass viele von ihnen aus der griechischen bzw. römischen Mythologie stammen. Interessant hierbei ist, dass vor allem asiatische Unternehmen, die versuchen auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen, gerne auf diese Namen zurückgreifen. Das indonesische Unternehmen Achilles bezieht sich auf den griechischen Helden und unübertroffenen Krieger des trojanischen Krieges. Die chinesische Marke Aeolus wählte den Herrscher der Winde (sein polnischer Name ist Eol), den Sohn Poseidons, der auf einer der liparischen Inseln wohnt. Dank ihm konnte Odysseus sicher über die Meere segeln. Leicht erkennt man auch, welcher der alten Götter dem indischen Unternehmen Apollo als Patron dient. Der mythologische Apollo, der Sohn von Zeus und Leto, wurde als Gott der Schönheit, des Lichts, der Musik, des Lebens, des Todes, der Wahrheit und Ordnung angesehen. Zudem war er der Patron der Kunst und Poesie sowie der Leiter der Muse.

Die Marke Phönix, die in Luxemburg gegründet wurde und in Indonesien produziert, trägt den Namen des legendären Vogels, der das Symbol der Sonne sowie des sich immer wiederbelebenden Lebens ist. Der mythologische Phönix war allen antiken Schriftstellern bekannt und flog alle 500 Jahre, verschiedenen Sagen nach, aus Arabien oder Indien nach Ägypten, wo er er sich verbrannte, um dann aus der Asche wiederaufzuerstehen. Einem anderen bekannten Helden bediente sich das Unternehmen Hercules. In der griechischen Mythologie versprach Herkules Atlas den Himmel zu halten, falls Atlas ihm die goldenen Äpfel bringt. Diese Geschichte ist interessant, da die Reifenmarke Hercules in den ersten Jahren ihrer Tätigkeit ebenfalls mit Atlas zusammenarbeitete. Genauer gesagt mit dem Unternehmen Atlas Rubber.

Hercules-markenlogo

Viele Reifenmarken tragen Namen von mythologischen Gestalten.

Wikinger – Krieger und Handwerker

Im ersten Teil unserer Abhandlung erwähnten wir die legendären Industriellen, die den Marken wie Michelin, Pirelli oder der Marke Dunlop ihren Nachnamen verliehen. Es gab auch solche, die bei ihren Unternehmen auf bekannte Patrone zurückgriffen, wie in der Gummibranche (Goodyear), der Geschichte des eigenen Landes (Kleber), aber auch auf mythologische Gestalten aus der griechischen Tradition, dessen Beispiele unter anderem Apollo, Achilles oder Hercules sind. Abschließend ist es noch erwähnenswert, dass das belgische Unternehmen Deldo (ihr Name ist ein Akronym, das sich aus den Nachnamen der Gründer zusammensetzt: Josa Delcroix und Pauli Donkers) in seinem Portfolio zwei private Marken besitzt, deren Namen auf die römische Mythologie zurückzuführen sind.

Die Marke Fortuna bezieht sich auf die gleichnamige Göttin, die das Schicksal der Menschen leitet. Interessant ist, dass ihr Abbild oft mit einem Reifen dargestellt wird, was dabei hilft sie als Patronin eines Reifenherstellers zu interpretieren. Noch zutreffender war die Wahl der Minerva für den Namen der ersten Marke, die zum Unternehmen Deldo gehört. Die Göttin Minerva verehrten Handwerker, Künstler und Ärzte, in der Neuzeit wurde sie jedoch gerne als Symbol für verschiedene Industriebereiche genutzt. Ein Beispiel davon waren die Minerva-Autos, luxuriöse belgische Limousinen, die um die Wende des XIX und XX Jahrhunderts sogar mit Rolls-Royce konkurrierten. Die Reifenmarke Minerva knüpft gleichzeitig an die römische Göttin sowie an die legendäre belgische Automobilmarke an.

Im Namen der tschechischen Marke Mitas sind die mythologischen Motive noch stärker versteckt. Die erste Silbe ist ein Erbe der Firma Michelin, die noch vor dem Krieg die Grundmauern für das später unabhängige Unternehmen im Prager Stadtteil Strasnice legte. Der Glied „-tas“ hingegen wurde von der Firma Veritas übernommen, die noch durch die tschechischen Michelin-Strukturen gekauft wurden. Veritas ist natürlich die römische Personifikation der Wahrheit. Interessant ist auch der Patron der norwegischen Marke Viking. Zwar sind die Wikinger in der ganzen Welt als unerschrockene Krieger (so einen Wikinger besitzen wir auch ihm Markenlogo) bekannt, jedoch legt das norwegische Unternehmen sein Augenmerk auf einen anderen Akzent der Merkmale ihrer Vorfahren. Das ist vor allem die Tatsache, dass sie geschickte Handwerker waren.

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Dębica nahm ihren Namen von der Stadt, in der sie entstand.

Fulda, Gislaved, Dębica, oder anders: Reifen-Geographie

Der Name vieler Reifenmarken steht in Verbindung mit der Stadt, der Region oder dem Land, aus denen sie kommen. Die Möglichkeiten sind unterschiedlich. Die britische Marke Avon verdankt ihren Namen dem Fluss Avon, an dem die Näherei Avon Mill lag, die die Gründer der Reifenmarke Avon, E.G. Brown und J.C. Margeston, 1885 kauften. Die polnische Marke Dębica verdankt ihren Namen der Stadt, in der vor 80 Jahren eine der größten Industrieinvestitionen der II Polnischen Republik eröffnet wurde: die Fabrik Gum Jezdnych, als Teil des Zentralen Industriebezirks. Die deutsche Marke Fulda? Sie wurde genauso benannt wie eine Stadt in der Nähe von Frankfurt, in der sie entstand. Die Stadt ist heute hauptsächlich durch seine Barockarchitektur bekannt. Die schwedische Gislaved? So nennt sich eine Stadt in Südschweden, in der die erste Fabrik der Brüder Carl und Wilhelm Gislow, den Firmengründern, entstand, die heute Teil des deutschen Continental Konzerns sind.

Von einer Stadt in Ostdeutschland, unweit der Grenze zu Tschechien, kommt der Name der Marke Heidenau, die über Jahre in der DDR tätig war. Der Stolz des Ortes Nokia in Südfinnland ist die Marke Nokian, eine der beliebtesten Marken für Winterreifen, die gar eine Ikone darstellt. Nokian ist ein Adjektiv, dass darauf hinweist, dass das Unternehmen aus der Stadt Nokia kommt (der komplette Name ist Nokian Renkaat Oyj). Das Unternehmen Yokohama hingegen nimmt ihren Namen teilweise von der Stadt, in der sie gegründet wurde (Jokohama) und zum Teil von der Firma, die sie geschaffen hat – Yokohama Cable Manufacturing.

die-Zentrale-von-Hankook

Hankook kommt aus Südkorea und ihr Name stammt genau von dem Land.

Hankook bedeutet ganz einfach „Südkorea”

In den Namen von Reifenherstellern findet man nicht nur Verbindungen zu Städten, in denen sie entstanden. Einige geographische Zusammenhänge liegen nicht gleich auf der Hand. Zum Beispiel kommt der Name der chinesischen Marke Westlake von der englischen Bezeichnung des Westsees, der Hauptattraktion der Stadt Hangzhou. Dort entstand der Konzern Hangzhou Zhongce Rubber Company, dessen Inhaber Westlake Tires ist. Die schweizerische Marke Maloya verdankt ihren Namen Maloja – einem bekannten Alpengebirgspass an der schweizerisch-italienischen Grenze. Vredestein? So hieß eine Bauernhof in Loosduinen, der im Jahr 1909 von Emile Louis Constant Schiff gekauft wurde und auf welchem er die Gummiproduktion begann. Die niederländische Marke verweist bis heute auf diese wenig bekannte Episode seiner über hundertjährigen Geschichte.

Sava? Die slowenische Marke trägt den Namen eines Flusses, der neben der Donau der größte Fluss der Balkanhalbinsel ist und der unter anderen durch Slowenien fließt. Die Marke Hankook hingegen bedeutet im Koreanischen einfach „Südkorea“, sprich das Land, in dem das Unternehmen entstand und seit Anfang an funktioniert.

In origineller Weise unterstreicht der Name der Marke Hoosier, die durch die Produktion von ausgezeichneten Rennreifen bekannt ist, seinen Lokalpatriotismus. Das Unternehmen wurde durch das Ehepaar Robert und Joyce Newton im Staat Indiana gegründet. „Hoosier“ bezeichnet einfach einen Bewohner dieses Staates, genauso wie ein Kalifornier ein Bewohner Kaliforniens und ein Texaner ein Bewohner von Texas ist.

Reifenhersteller-Hoosier

"Hoosier" bezeichnet einen Bewohner des amerikanischen Staates Indiana.

Beschleunigung, Tempo, Fortschritt

Es ist charakteristisch, dass ältere Marken auf dem Weltmarkt für Reifen oft den Namen ihres Gründers im Firmennamen tragen (das betrifft viele Bereiche der Industrie; in der Automobilbranche gibt es viele Analogien hierzu: Ford, Citroen, Renault oder Toyota). Für jüngere Marken ist es charakteristisch, dass ihr Firmenname sich auf einem Motto bzw. einem Wortspiel stützt, die die Aufmerksamkeit der Kunden auf sich lenken sollen.

Am häufigsten kommen englischsprachige Ausdrücke vor , die universell und für ein breites Publikum ansprechend und verständlich ist. So bedeutet der englische Name der chinesischen Marke Pace „Tempo“, das „pace car“ hingegen ist die amerikanische Beschreibung eines Sicherungsfahrzeugs beim Rennsport. Die indonesische Marke Accelera bezieht ihren Namen vom Wort „acceleration“, das „Beschleunigung“ bedeutet. Der Name der koreanischen Firma Nexen hingegen ist die Abkürzung ihres Mottos: „Next Century Tires“, sprich „Reifen der neuen Ära“.

Einige Produzenten setzen die Messlatte noch höher, wenn es um die im Firmennamen vermittelte Botschaft geht. Der Name der chinesischen Marke Wanli bedeutet im Chinesischen „Kilometer“. Die japanische Marke Shinko besitzt das Wort „shinkō”, das in der Landessprache so viel wie „Fortschritt“ bedeutet. Der Firmenname Sonar wiederum rührt vom chinesischen Ausdruck „ Sù nài lúntāi“ her, der wortwörtlich mit „Reifen, die hohe Geschwindigkeiten aushalten“ übersetzt werden kann. Eine andere chinesische Marke, Linglong, trägt einen Namen, der in Mandarin solche Epitheta wie „schlau“, „großartig“ und „schnell“ bedeutet.

Tigar-Reifenfabrik

"Tigar" bedeutet einfach"Tiger".

Schwalbe contra Tigar

Interessant ist die Entstehungsgeschichte der deutschen Fahrradreifenmarke Schwalbe. Ralf Bohle, der Chef des Familienunternehmens, das sich unter anderem mit dem Import von Reifen für einspurige Fahrzeuge aus Asien beschäftigte, war mit der Qualität nicht zufrieden und kaufte die koreanische Marke Swallow Tires. Swallow bedeutet aus dem Englischen „Schwalbe“. Bohle behielt diesen Namen vorerst bei, jedoch hielt er es in den achtziger Jahren für angemessen, diesen durch einen Namen zu ersetzen, der den Charakter eines Familienunternehmens in Deutschland am besten wiedergibt. Und so wurde das englische Wort „swallow“ durch das deutschsprachige Gegenstück „Schwalbe“ ersetzt. Ein deutlich gefährlicheres Tier ist im Logo der serbischen Marke Tigar zu sehen, die zum Michelin-Konzern gehört. „Tigar“ bedeutet einfach „Tiger“.

Etwas täuschend, insbesondere für Kunden aus Italien, kann die Marke Firenza sein, die durch das singapurische Unternehmen Stamford Tyres geschaffen wurde. Firenze ist nämlich der italienische Name von Florenz. Allerdings geht es dem Ideengeber des Markennamens Firenza um guten Klang und um das assoziieren mit Emotionen, die mit dem Führen eines Autos einhergehen. Passt der Gedanke von italienischen Serpentinen nicht wie angegossen? Diejenigen, die sich nicht so gut in der Geographie des sonnigen Italiens auskennen, fällt mit Sicherheit das Wort „fire“ („Feuer“) ins Auge. Aus dem Lateinischen kommt der Name der österreichischen Marke Semperit. Das ist der zusammengesetzte Ausdruck aus „semper it“, den man mit „immer laufend“ bzw. „immer auf dem Weg“ übersetzen kann.

Die originale Entstehung des Namens der portugiesischen Marke Mabor, die zum deutschen Continental Konzern gehört, sollte man kennen. Das 80 Jahre alte Unternehmen, das durch den in ganz Portugal bekannten Industriellen, Banker und Grafen aus Coimbra mit dem interessanten Nachnamen – Dr. Julio Anahori de Quental Calheiros – gegründet wurde, trägt zu Ehren seiner Frau, Maria Borges, die ersten Silben ihres Vor- und Nachnamens.

Wenn man bereits über lange Traditionen spricht, sollte man nicht den japanischen Sumitomo-Konzern vergessen, dessen Name sich auf den jahrhundertealten Familienstamm dortiger Industrieller bezieht. In diesem Fall reicht die vererbte Tradition der Reifenmarke bis ins Jahr 1630, als der damalige Samurai Masatomo Sumitomo ein Geschäft in Kioto eröffnete und mit Medikamenten und Büchern handelte. Wohingegen sein Schwager, Riemon Soga, ein Meister der Metallurgie war und eine neuartige Methode zum Schmelzen von Kupfer entwickelte, die der Familie Sumitomo über Jahre Würde und Wohlstand bescherte.

CEAT-Reifen-Werbung

CEAT ist die Abkürzung von Cavi Electrici Affini Torino, sprcih Elektrische Kabel und Ähnliche Produkte aus Turin.

Was steckt hinter den Abkürzungen in den Markennamen?

Wie sieht es mit den Abkürzungen aus, die ein Teil der bekannten Marken auf dem Reifenmarkt benutzen? Der indische Ceat ist in Wirklichkeit C.E.A.R. - Cavi Electrici Affini Torino, sprich Elektrische Kabel und Ähnliche Produkte aus Turin. Aus Turin? Ja, aus Turin, denn bevor der Firmengründer, Dr. Virginio Bruni Tedeschi, seine Geschäftstätigkeit auf die indische Halbinsel verlegte, war er erfolgreich in Italien tätig. Ein anderer indischer Potentat ist das Unternehmen MRF, das die Abkürzung für Madras Rubber Factory ist.

Ebenfalls aus Indien kommt die Marke BKT, die sich auf Agrarreifen, Industriereifen oder Reifen für sämtliche Maschinen und Fahrzeuge für den Bergbau, die Forstwirtschaft bzw. das Bauwesen spezialisiert. BKT bedeutet Balkrishna Tires. Hinter den drei Buchstaben der chinesischen Marke BCT verbirgt sich der Name Beijing Capital Tyres, das Teil des Beijing Capital Group Konzerns ist. Die zwei Buchstaben im Namen des indonesischen GT Radial sind die Abkürzung für „Gajah Tunggal“, was „wilder Elefant“ bedeutet. Wohingegen die japanische Marke für Fahrrad- und Motorradreifen IRC nichts anderes als Inoue Rubber Company bedeutet. Das erste Wort ist der Nachname eines der Firmengründer, Kaoru Inoue.

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