Reifenhersteller lieben Sport ohne… Autos

  • Autor: OPONEO.DE

Der Motorsport ist das natürliche Umfeld, in dem Reifenhersteller ihre Qualität, Zuverlässigkeit und Innovationen bewerben. Fragt man jedoch die Marketing-Strategien der entsprechenden Marken, scheint es sinnvoll zu sein ebenfalls Fans beim Fußball, Basketball, Tennis und den Fans von olympischen Spielen und sogar der Musik Reifenvorteile zu zeigen.

Continental begann in der Champions League

Die Werbepräsenz von Reifenherstellern bei Veranstaltungen, die nichts mit Motorsport zu tun haben steht seit jeher auf der Tagesordnung. Das sollte auch niemanden wundern, denn ein großes Publikum und positive Emotionen beim Spiel ist wie ein Magnet für die Vertreter verschiedenster Industriezweige und da kein anderer Sport eine derart globale Reichweite besitzt wie der Fußball, sind die Fußballarenen bereits seit Jahren mit der Reifenwerbung versehen.

Seit zwei Dekaden baut auch die Marke Continental auf Fußballspiele von Weltklasseniveau. Die deutsche Marke hatte ihr Debüt im Jahre 1995, als sie sich als Sponsor der Champions League engagierte. Diese Zusammenarbeit dauerte fünf Jahre, in denen sich wahrscheinlich alle Fußballfans an die charakteristische Reifenwerbung erinnern, in der ein Fußballstadion in einem Continental-Reifen eingeschlossen war. In den folgenden Jahren begleitete das Unternehmen die Weltmeisterschaften (2006, 2010 und 2014) sowie die Europameisterschaften, darunter die Euro 2012, die in Polen und der Ukraine stattfand (sowie der in 2008 und der letzten im Jahr 2016 in Frankreich). Continental ist ebenfalls der Partner der Fußball-Nationalmannschaften von England, Irland, Spanien, der Niederlande und Deutschland. Daneben unterstützt das Unternehmen die Frauenmannschaft von Irland und den Vereinigten Staaten.

Ronaldo-in-der-Pirelli-Werbung

Der Fußballspieler Ronaldo in der Pirelli-Reifenwerbung.

Pirelli mit Ronaldo

Mithilfe des Fußballs baute auch die Marke Pirelli über Jahre ihre Position aus. In den neunziger Jahren assoziierte man das italienische Unternehmen eindeutig mit Inter Mailand, das durch das Unternehmen gesponsert wurde. Das Gesicht von Pirelli war damals der brasilianische Fußballstar Ronaldo, der für die mailänder Elfe die Tore schoss. Zum Ende des vergangenen Jahrhunderts hin entstanden einige sehr gute Werbekampagnen für Reifenwerbung mit seiner Beteiligung, darunter eine mit dem wohl charakteristischsten Motto in der Geschichte von Pirelli: „The power is nothing without control“ (Kraft ist nichts ohne Kontrolle). Erwähnenswert ist ebenfalls, dass die italienische Marke auf diesem Gebiet auch außerhalb Europas sehr aktiv war, indem sie eine Reihe von südamerikanischen Fußballklubs gesponsert hat. Ihr Logo war auf den Trikots der Mannschaften wie dem brasilianischen Palmeiras, dem uruguayischen Penarol oder dem argentinischen Velez Sarsfield zu sehen. In den Jahren 2009-2010 war Pirelli der Titularsponsor der chinesischen Liga.

Den Weg durch den Fußball schlugen auch eine Reihe anderer bekannter Reifenhersteller ein. Der koreanische Hankook ist einer der Hauptsponsoren der Europa League und unterstützt seit einigen Monaten auch Real Madrid. Goodyear unterzeichnete Ende 2015 einen Vertrag mit Bayern München (zuvor bereits mit Juventus Turin). Ähnliche Modelle solcher Schirmherrschaften funktionieren zwischen den Marken Nexen und Manchester City, Yokohama und Chelsea London, Achilles und Manchester United sowie Maxxis und Liverpool. Die türkische Lassa rühmt sich den FC Barcelona las Partner zu haben. Für Toyo gilt das selbe für die Partnerschaft mit dem AC Milan.

Kumho ist der Shirmherr der NBA

Die zweitbeliebteste sportliche Standarddisziplin, in der Reifenherstellern gerne Reifenwerbung lancieren, ist Basketball. Der Löwenanteil fällt auf die amerikanische NBA Liga, in der die Marke Kumho Tire am wichtigsten ist. Seit 2014 ist sie der offizielle Partner aller Spiele. Bei dem Spiel geht es um einen hohen Einsatz: das internationale Basketball-Publikum und das u.a. aus dem Grund, dass die NBA sich in China einer wahnsinnigen Beliebtheit erfreut, die dem Fußball in nichts nachsteht. Ähnlich wie beim Fußball besitzen auch beim Basketball einzelne Mannschaften ihre Sponsoren. Die Los Angeles Lakers und die New York Knicks begleitet Maxxis, San Antonio Spurs – Cheng Shin Tires, Toronto Raptors – Aeolus. Zwei Teams besitzt auch Yokohama in seinem Portfolio – die Boston Celtics und die Golden State Warrios. Neben der traditionellen Zusammenarbeit engagieren sich Reifenhersteller auch bei der Gestaltung der sportlichen Atmosphäre auf anderen und oft sehr kreativen Wegen der Reifenwerbung. Nach dem diesjährigen NBA-Finale, bei dem das Team der Cleveland Cavaliers seinen ersten Meistertitel feierte, stiftete die Firma Goodyear 323 Familien, deren Kinder während des Spiels in Akron geboren wurden, einen kompletten Satz Reifen und einen Kindersitz. Goodywar und Cavaliers verbindet der Staat Ohio. Darüber hinaus stammt der Cleveland-Star LeBron James aus Akron, der Stadt, in der die meisten der amerikanischen Reifenhersteller zu ihrer Größe kamen.

Goodyear-als-Sponsor-von-Bayern

Die Firma Goodyear ist Partner von Bayern München.

Bridgestone liebt den Wintersport

Welche Reifenwerbung gibt es abseits von Fußball und Basketball? Man kann sagen, dass jede Marke, die andere sportliche Disziplinen sponsert, ihren eigenen Weg geht. Das Flaggschiff des Bridgestone Konzerns ist der alpine Skisport. Die japanische Firma begleitet seit Jahren den alpinen Skiweltcup. Das passiert im Einklang mit deren Engagement bei der Verbesserung der Produktionstechnologie für Winterreifen. Daneben ist Bridgestone einer der Hauptpartner der olympischen Spiele. In diesem Jahr hatte die Marke die Möglichkeit sich während der Wettkämpfe in Rio de Janeiro zu präsentieren und Reifenwerbung zu lancieren. Es gibt noch einen dritten Bereich, in dem die Firma aus dem Land der blühenden Kirschbäume ihr Image fördert: dies ist die PGA Championship, die ein Teil des prestigereichen Grand Slam Turniers ist.

Für Sponsoren ist Tennis nicht weniger prestigereich. Die Marke Maxxis unterstützt bspw. die Australian Open, Nexen den Mercedes Cup und Dunlop die French Open. Für die letztgenannte Firma besitzt die Teilnahme an diesem Turnier auf Höchstniveau doppelte Bedeutung. Dunlop ist nicht nur dank der Reifenherstellung bekannt, sondern auch für die Herstellung von Tennisgerätschaften.

Unter den interessanten Beispielen in diesem Vergleich sollte man auch die Marke Continental nicht unberücksichtigt lassen, die sich im Radrennsport (u.a. bei der Tour de France) und beim Triathlon engagiert. Toyo Tire lanciert Reifenwerbung während MMA-Kämpfen, Hankook hingegen setzt auf amerikanischen Baseball (sie ist der Sponsor der MLB-Liga). Wenn man vom sportlichen Schema absieht ist auch die originelle Initiative der singapurischen Marke Radar Tires bemerkenswert, die als einzige Firma aus der Reifenbranche, aktiv den Kampf gegen Brustkrebs bei Frauen unterstützt. Wie die Firma selbst angibt, gehen 5 Dollar von jedem verkauften Reifen auf das Konto der The Breast Cancer Research Stiftung. Kultur? Die Reifenmarke Firestone sponsert große Country-Musikfestivals in Amerika. Eine ähnliche Richtung schlug auf das Dębica ein, die das Goodfest Music Festival organisiert.

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