Geschichte der Uniroyal-Reifen

  • Autor: OPONEO.DE

Die Geschäftsidee war damals einfach noch zu ausgefallen und so lief das Geschäft anfangs eher schlecht als recht. Aus diesem Grund begann Englebert, in seinem Laden auch Papierwaren zu verkaufen und rettete sich so vor der drohenden Pleite. Seine Geduld wurde nach einigen Jahren belohnt, als die Nachfrage nach Kautschukartikeln sprunghaft anstieg und Englebert beschloss, dies rasch auszunutzen. Lesen Sie die Geschichte weiter...

Uniroyal - Der Regenreifen

Der Regenreifen Uniroyal.

1868 eröffnete der ehemalige belgische Artillerie-Offizier Oscar Englebert am Place aux Chevaux in Lüttich ein kleines Geschäft für Kautschukartikel. Die Geschäftsidee war damals einfach noch zu ausgefallen und so lief das Geschäft anfangs eher schlecht als recht. Aus diesem Grund begann Englebert, in seinem Laden auch Papierwaren zu verkaufen und rettete sich so vor der drohenden Pleite. Seine Geduld wurde nach einigen Jahren belohnt, als die Nachfrage nach Kautschukartikeln sprunghaft anstieg und Englebert beschloss, dies rasch auszunutzen.

Er nahm seinen Bruder Gabriel, einen Diplom-Ingenieur, in die Firma auf und übertrug ihm den technischen Aufgabenbereich, während er selbst sich um das Marketing und die organisatorische Seite des Unternehmens kümmern wollte. Leider verstarb sein Bruder bald darauf und alle Hoffnungen ruhten nun auf Sohn Oscar Englebert jr., der zu dieser Zeit noch Student war. Durch eine schwere Krankheit war der Gründer bald gezwungen, die Leitung des Werkes auf den Sohn zu übertragen.

Engelbert Magazin - Uniroyal Reifen

1877 eröffnete das Familienunternehmen seine erste Gummifabrik. In dieser entstanden unterschiedlichste, aus diesem Material gefertigte Artikel, unter anderem Puppen, Schuhe und Bergbau-Förderbänder, die ihren Weg bis in die kongolesischen Kohlengruben fanden. 1894 unternahmen die Engleberts erste Versuche mit Reifen für Fahrräder und Pferdewagen und bereits 1898 wurden im Werk die ersten Fahrradreifenmodelle und kurze Zeit später auch Autoreifen hergestellt. Englebert wurde so zum ersten Reifenhersteller in den Beneluxländern und zu einem der Pioniere der Branche in Europa. Die Englebert-Fabrik wurde zu dieser Zeit auch scherzhaft „Harem von Lüttich“ genannt, weil der weibliche Anteil an Arbeitnehmern bei Englebert deutlich überwog.

Funcup Beetle - Uniroyal Reifen Anzeige

Uniroyal Reifen Anzeige bei Funcup 
Beetle.

Geschickte Frauenhände eigneten sich am besten für die Reifenherstellung – eigener Reifen aber auch speziell im Auftrag des deutschen Continental-Konzerns gefertigter Reifen. Englebert legte großen Wert auf eine angemessene Werbung für seine Produkte und versuchte, mit Autorennen die Popularität der eigenen Fabrikate zu mehren, was auch nachhaltig gelang.

Seine Firma erlangte schlagartig Berühmtheit, als Englebert-Reifen entscheidend zum Erfolg beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans beitrugen, bei dem ohne Reifenwechsel ein Sieg gelang. In der Zeit zwischen den Weltkriegen und nach dem Ende des zweiten Weltkrieges setzten solche Berühmtheiten wie Stuck, Nuvolari und Fangio auf Reifen der belgischen Marke. Auch Enzo Ferrari setzte sie auf seinen Rennwagen ein.

Geburt des Schirmchens

Die Familientradition fortsetzend, übernahm Georges Englebert, der Sohn von Oscar junior, mit der Zeit immer mehr Aufgaben im Unternehmen. So eröffnete er 1919 eine Handelsvertretung im deutschen Köln und weihte 1929 eine neue Fabrik in Aachen ein. Während des zweiten Weltkriegs wurde das Aachener Werk durch alliierte Bombenangriffe zerstört, doch bereits 1946 aufgebaut und die Produktion wieder aufgenommen. In den ersten Jahren nach dem Krieg war Englebert die einzige Firma in Deutschland, die schon wieder Reifen baute.

Die Lkw-Reifen von UniroyalRegenschirm - Uniroyal Reifen Symbol

Das Unternehmen unterhielt auch Fabriken in Frankreich und England und kurze Zeit später kamen weitere Werke in Luxemburg und der Türkei dazu. Ab 1948 wurden in ihnen die neuen Niederdruckreifen Volumax produziert. 1958 stieg Englebert im Verbund mit US Rubber zum drittgrößten Reifenhersteller der Welt auf. So wurde die Marke Uniroyal-Englebert geboren. Ihre 70.000 Beschäftigten fertigten täglich 170.000 Reifen. Außerdem stellte das Unternehmen auch Feuerwehrschläuche, Badekappen, Golfbälle und viele weitere Artikel aus Gummi her. 1967 fiel die Entscheidung, den Markennamen in "Uniroyal" zu ändern. Zwei Jahre später brachte die Firma den„rallye 180“ getauften Pneu, den ersten Regenreifen auf den Markt. Es handelt sich dabei um das erste Reifenmodell, das mit dem typischen Schirmchen versehen war, der bis heute Symbol von Uniroyal ist.

Bund mit Continental

1979 wurde Uniroyal von dem deutschen Continental-Konzern übernommen und in die Continental-Gruppe integriert, die heute Europas größter Pkw-Reifenhersteller ist. Auch unter dem Konzerndach blieb die belgische Marke ein Spezialist für Reifen mit einem Plus an Sicherheit auf nassen Straßen. Kurz nach dem Zusammenschluss mit Continental begann Uniroyal, auch 4×4-Reifen für Geländewagen anzubieten. 1991 präsentierte die Firma dann das Reifenmodell RTT-1, den ersten Regen-Sportreifen mit extrem gepfeilter, laufrichtungsgebundener Struktur. Dieser Reifen zeichnete sich durch eine schnelle Wasserableitung aus und sorgte so für eine ausgezeichnete Aquaplaning-Sicherheit (hinzuzufügen ist, dass gemäß der 2001 entwickelten neuen Image-Strategie später alle Uniroyal-Reifen mit einem Laufflächenprofil in V-Form ausgestattet wurden).

Uniroyal Regenreifen

Uniroyal als Teil des Continental - Konzerns

1994 wurde das nächste revolutionäre Produkt vorgestellt – der Allwetterkünstler Uniroyal MS plus 44, der sich in zahlreichen Vergleichstests behaupten konnte. Ähnlich erfolgreich war auch der Sommerreifen „The rallye 580”, der 1995 vorgestellt wurde. Heute ist Uniroyal eine hoch geschätzte Marke im mittleren Preissegment. Beim Stichwort „Regenreifen” fällt den meisten Autofahrern sofort der Name der belgischen Firma ein und ihr Erkennungszeichen, das Schirmchen, spricht für sich selbst.

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