Geschichte der Pirelli-Reifen

  • Autor: OPONEO.DE

Seit über einhundert Jahren wird die Geschichte der Marke Pirelli parallel zur Geschichte des Automobilbaus geschrieben. Die Geburt eines der bedeutendsten Unternehmen in der Geschichte der Reifenindustrie fand noch vor der Erfindung der Glühbirne statt.

Idee eines 24-jährigen Visionärs

1872 gründete der junge, erst 24 Jahre alte Ingenieur Giovanni Battista Pirelli in Mailand die Gesellschaft Pirelli & C. Er sah richtigerweise voraus, dass die Zukunft der großen Industrie in hohem Maße von einem bestimmten, später Gummi genannten, flexiblen Werkstoff abhängen würde. 1879 stellte seine Gummiwarenfabrik das erste isolierte Telegrafenkabel her. Später erweiterte sich das Angebot unter anderem um Fahrradschläuche und Antriebsriemen und 1886 entwickelte Pirelli die Technologie zur Herstellung von Unterwasser-Telegraphenkabeln.

Wie viele andere in der Branche begann Pirelli sein "Reifen-Abenteuer" mit Fahrradreifen. 1890 wurde das erste Modell – Milano – präsentiert. Nach weiteren elf Jahren der Vorbereitung stellte die Firma, zum Auftakt des neuen Jahrhunderts, ihren ersten Autoreifen mit dem Namen „Ercole” vor. Pirelli war ein Visionär, der sich darüber im Klaren war, dass man gute Ideen am besten im großen Maßstab in die Tat umsetzt und dass ein Produkt die passende Fassung haben muss. Aus diesem Grund setzte er auch auf Werbung im Autorennsport, der sich in Italien schon immer größter Beliebtheit erfreute.

Geschichte der Reifen von Pirelli

Pirelli hat an Autorennen teilgenommen, sehr oft mit Erfolg

Fertigung für Rennen

Ruhm und Bekanntheit brachten seiner Marke erste sportliche Erfolge, wie der Sieg beim Autorennen Peking-Paris im Jahre 1907. Die in den Autos von Ferrari und Alfa Romeo zum Einsatz kommenden Pirelli-Reifen wurden zum Synonym für Siege bei Rallyes und Autorennen und von ihrer Leistungsfähigkeit überzeugten sich die besten Rennfahrer jener Zeit – Tazio Nuvolari, Alberto Ascari und Juan Manuel Fangio.

Eine ebenso spektakuläre Karriere legte Pirelli im Auslandsgeschäft hin. Mit Hilfe seiner Söhne, die er mit der Zeit in die Führung der Geschäfte einband, eröffnete er immer neue Zweigniederlassungen in und außerhalb Europas. Das erste Werk außerhalb Italiens wurde 1914 in Katalonien eröffnet. Weitere entstanden bis 1920 nacheinander in Griechenland, der Türkei, Deutschland sowie in Brasilien und Argentinien. Diese eindrucksvolle Entwicklung der Firma war dank der Weiterentwicklung und Popularisierung der Kraftfahrzeuge und der riesigen Nachfrage nach Gummi möglich, der in zahllosen Industriezweigen auf der ganzen Welt Verwendung fand.

Erbitterter Kampf um Erfindungen mit Michelin

Vorzeigeprodukt des Mailänder Unternehmens blieben aber Reifen. Auf diesem Gebiet war der technologische Fortschritt mit bloßem Auge erkennbar. 1927 brachte Pirelli den weltweit ersten Diagonalreifen, den Superflex Stella Bianca auf den Markt. Unmittelbar nach Ende des zweiten Weltkriegs präsentierte das Unternehmen das erste Reifenmodell mit Textilkarkasse – Cintuato CF67. In den folgenden Jahrzehnten lieferte sich das italienische Unternehmen mit den Konkurrenten von Michelin einen wahren Wettlauf um Erfindungen und Innovationen. Nach einem Superlauf der Franzosen, die mit jeder weiteren Neuheit die Branche schockten, triumphierten in den achtziger Jahren wieder die Italiener. Waren es doch Pirelli-Ingenieure, die den Reifen mit extremem Niedrigprofil entwickelten und derMarke so zu einem neuen Aufschwung verhalfen.

Die italienische Marke benötigte nach den turbulenten dreißiger Jahren und dem zweiten Weltkrieg Zeit, um ihre geschwächte Position wieder zu stärken. Vor Ausbruch des Krieges verspürte die Firma die Folgen der destruktiven Politik Mussolinis und Pirelli hatte auch nach Kriegsende mit den gleichen Problemen zu kämpfen, die an der gesamte Wirtschaft des Landes zehrten: die galoppierende Inflation, eine hohe Arbeitslosigkeit und politische Instabilität lähmten nicht nur die Reifenindustrie.

Gelungene Investitionen und Flops

Als Italien die Krise in den Griff bekommt, geht Pirelli zum Gegenangriff über und setzt die aufgeschobenen Pläne für eine verstärkte Auslandsexpansion um. In den fünfziger Jahren eröffnete die Firma neue Werke in Kanada, Frankreich, Griechenland und der Türkei. Im folgenden Jahrzehnt wurden Investitionen auf anderen Kontinenten, in Peru und Australien beschlossen. Kein glückliches Händchen hatte Pirelli jedoch bei Fusionen und Übernahmen von Wettbewerbern. Die in den siebziger Jahren begonnene Kooperation mit Dunlop dauerte lediglich ein Jahrzehnt und wurde von beiden Seiten ohne Bedauern wieder beendet. Anschließend verzettelten sich die Italiener mit Bridgestone in einem scharfen und letztendlich verlorenen Streit um das US-amerikanische Unternehmen Firestone. Mit einer noch empfindlicheren Niederlage endeten die Verhandlungen über den Zusammenschluss mit dem deutschen Konzern Continental. Nicht nur wurde nichts aus der Fusion – im Resultat der damit verbundenen verfehlten Entscheidungen fand sich Pirelli am Rande des Bankrotts wieder.

Vor dem Hintergrund dieser Umstände ist hinzuzufügen, dass es beim Erwerb der Marke Metzeler für Pirelli wesentlich besser lief und dass die Position des Unternehmens auf dem Markt für Motorradreifen dadurch wesentlich gestärkt wurde. Mit der Übernahme von Armstrong Tire Co. verschaffte sich Pirelli dann einen starken Brückenkopf in den Vereinigten Staaten. In der zweiten Hälfte der 90er Jahre stabilisierte sich die Lage des Unternehmens. Der Absatz von Reifen in Europa wuchs in raschem Tempo und die Firma wurde zu einem der weltweit wichtigsten Hersteller von Lichtleiterkabeln (2005 wurde dieser Geschäftszweig von Pirelli an Goldman Sachs verkauft und in die Firma Prysmian umfirmiert). An der Schwelle zum 21. Jahrhundert stellte Pirelli die revolutionäre MIRS-Technologievor, eine vollständig automatisierte und online gesteuerte Fertigung, aus der ein High-Performance-Reifen und später u.a. auch Run-Flat-Reifen (das Modell Eufori@) hervorgingen, welche die Weiterfahrt nach einer Reifenpanne bei einem Reifen-Luftdruck von null Barerlaubten.

Mit dem MIRS-System ausgestattete Minifabriken wurden in Deutschland, Großbritannien und den Vereinigten Staaten eröffnet. 2005 feierte Pirelli die Eröffnung seines ersten Werkes in China und kurz daraus nahmen weitere Werke in Rumänien und Russland ihre Fertigung auf.

Reifen und Schönheitskriterien

Heute ist Pirelli der fünftgrößte Reifenhersteller der Welt, der jedoch nicht nur mit Reifen allein punktet. Fans des Volkswagen Golf erinnern sich sicher noch gut an das legendäre SondermodellGolf GTI Pirelli der ersten Generation von 1983. Weitere von Pirelli signierte Limited Editions entstanden im Jahr 1999 und 2007.

Mit dem berühmten Pirelli-Kalender zieht die Marke von der Adria einmal jährlich die Aufmerksamkeit aller den weiblichen Reizen besonders empfänglichen Zeitgenossenauf sich. Der legendäre, mittlerweile seit fast einem halben Jahrhundert veröffentlichte Kalender ist nicht nur zu einer Ikone der Popkultur geworden, sondern hat es auch zum Forschungsgegenstand von Soziologen und Kulturwissenschaftlern gebracht. Wie die Letztgenannten behaupten, hat dieser Kalender mit leicht bekleideten Models die sich ändernden Schönheitskriterien definiert und dokumentiert. Und die Herren von Pirelli versichern, dass er dies auch weiterhin tun wird.

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Bei der Produktion Pirelli

Pirelli für Rennen

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Der erste Reifen

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Erstes Rennen mit der Marke Pirelli

Reifenmarke Pirelli

Der beste Marke Pirelli

Pkw Reifen Pirelli

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Die verbrauchene Reifen Pirelli

Pirelli bei der Produktion

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Motorradreifen Pirelli

Der Motorradreifen Pirelli

Das Auto mit den Pirelli Reifen

Alter Flyer von Pirelli

Alter Fahrzeug im Rennen

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