Geschichte der Nokian-Reifen

  • Autor: OPONEO.DE

Das Logo von Nokian

An Fluss Nokianvirta

Die Anfänge des Unternehmens liegen in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, als der Bergbauingenieur Knut Fredrik Idestam 1865 in Tampere, im Südwesten Finnlands einen kleinen Forstwirtschaftsbetrieb gründete. Im Laufe der Zeit verlegte er ihn in die Kleinstadt Nokia am Fluss Nokianvirta. Es handelt sich um das erste von drei Unternehmen, die später Teil des Konzerns Nokia Corporation wurden. Vom Namen der Stadt leitete sich auch der Firmenname – Nokia Wood Mills – ab, obwohl das Wort "nokia" im Finnischen auch Waldwiesel bedeutet.

Nokia Corporation markierte

Dreiunddreißig Jahre später entstand 1898 die Firma Finnish Rubber Works (finnisch Suomen Gummitehdas Oy). 1904 nahm in Nokia die erste FRW-Fabrik seine Produktion auf. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts übernahm das Unternehmen die Firma Nokia Wood Mills und 1967 kam es dann zum Zusammenschluss beider Unternehmen mit der 1912 gegründeten Gesellschaft Finnish Cable Works, was den Beginn der Nokia Corporation markierte.

Erst Fahrräder, dann Autos

Doch wenden wir uns wieder der Reifenherstellung zu. 1925 nahm Finnish Rubber Works (Finnische Gummiwerke) die Herstellung von Fahrradreifen auf. Zuvor beschäftigte sich die Firma unter anderem mit der Herstellung von Schuhen und Gummiwaren, die in unterschiedlichen Industriezweigen Verwendung fanden. 1932 entstand in der Fabrik in Nokia der erste Autoreifen und vier Jahre später ist das Standard-Produkt der Firma geboren – der heute unter dem Namen Nokian Hakkapeliitta bekannte Reifen. Von Anfang an waren die Finnish Rubber Works-Fabriken auf Reifen spezialisiert, die auf die harschen Bedingungen im frostigen Skandinavien ausgelegt waren. Wie man sich leicht denken kann, war der zweite Weltkrieg der weiteren Entwicklung des finnischen Unternehmens nicht zuträglich.

Es litten nicht nur die Arbeiten an neuen Technologien, sondern besonders auch das Auslandsgeschäft. Der Zusammenbruch der Kooperation mit den Russen war ein schwerer Schlag für die Firma. Diese wurde nach Kriegsende rasch wiederbelebt und kurze Zeit später wurde der Export auf Länder wie die Vereinigten Staaten, Frankreich und Großbritannien ausgedehnt. Das Jahr 1945 ist für die finnische Marke auch aus einem anderen Grund von großer Bedeutung. In diesem Jahr wurde das neue Werk in der Stadt Nokia errichtet.

Abbild von Nokian ReifenFahrradreifen Nokian

Nokian verlässt Nokia

Das Geländerelief und die spezifischen natürlichen Bedingungen in Finnland (viele Wälder, Seen und schwer zugängliche Gebiete) ermöglichten dem skandinavischen Hersteller auf natürliche Weise eine Expansion auf dem Markt für die sog. Industriereifen. Finnish Rubber Works nahm erfolgreich die Herstellung von Reifen für Forstmaschinen, Bergbaumaschinen, in Steinbrüchen eingesetzten Maschinen und Anlagen und Baumaschinen auf. Heute ist Nokian ein wichtiger Anbieter von großformatigen Reifen dieser Art auf den Märkten der Welt.

nokian reifen 4x4

Unverändert ist auch die starke Position des Unternehmens auf dem Markt für Fahrradreifen. Seit 1974 wird dieser Teil des Sortiments in der Nokiana-Fabrik im finnischen Lieksa /produziert. Es ist noch hinzuzufügen, dass die Firma heute einer der wenigen Hersteller von Winterreifen mit Spikes für Fahrräder ist. Da wir bereits den heutigen Firmennamen Nokian erwähnt haben, lohnt es sich, noch einmal in das Jahr 1967 zurückzugehen, in dem die Nokia Corporation entstand.

Mit der Zeit hat sich dieser zum weltgrößten Hersteller von Mobiltelefonen entwickelt. Der riesige Erfolg von Nokia gab auch den Anstoß zur Ausgliederung von Nokian als unabhängige Gesellschaft. Dazu kam es im Jahr 1988 und sieben Jahre später wurde das Unternehmen zum ersten Mal an der Börse in Helsinki gehandelt. Heute ist der der japanische Bridgestone-Konzern größter Anteilseigner an dem finnischen Unternehmen. 2003 erwarb Bridgestone 18,9 Prozent der Anteile an Nokian. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die Unabhängigkeit des finnischen Herstellers.

Skandinavische Expansion

In den neunziger Jahren setzte Nokian auf eine Expansion ins Ausland und eröffnete 1998 seine ersten Verkaufsgeschäfte in Schweden und Lettland. In den folgenden Jahren wurde begonnen, die Produkte des Unternehmens auch über die größte skandinavische Reifenvertriebskette Vianor zu vertreiben. Heute umfasst diese über 360 Einzelhandelsverkaufsstellen in Finnland sowie in Schweden, Norwegen, Estland, Russland, Lettland, der Schweiz, Deutschland, Tschechien und den Vereinigten Staaten.

Reifen der Marke Nokia werden auch außerhalb Finnlands, in Fabriken in Russland (zwei Fabriken, darunter ein vor Kurzem in St. Petersburg eröffnetes Werk), China, Indonesien, Kasachstan, den Vereinigten Staaten sowie in der Slowakei und der Ukraine gefertigt. Es verwundert also nicht, dass die finnische Firma heute der größte skandinavische Reifenhersteller ist. Wichtigste Absatzmärkte für die Nokian-Produkte sind unter anderem Russland, Nordamerika, Osteuropa und die Alpenländer.

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