ADAC-Winterreifentest 2013/2014 in der Größe 225/45 R17 H

  • Autor: OPONEO.DE

Im Folgenden präsentieren wir die Ergebnisse des ADAC-Winterreifentests 2013/2014 in der Größe 225/45 R17 H. Sehen Sie, welche Modelle am besten für PS-starke und dynamische Autos geeignet sind.

Bereifung der Dimension 225/45 R17H wird in Autos wie dem Skoda Octavia, Opel Astra, Audi A3 oder der Mercedes C-Klasse eingebaut. Beim beschriebenen Test setzte der ADAC die Reifen in einem Skodą Octavia II ein.

Schauen Sie sich die Ergebnisse des genannten ADAC-Winterreifentest 2013/2014 in der Größe 225/45 R17H näher an:

Modell ADAC-
Note
Trockene
Oberfläche
Nasse
Oberfläche
Schnee Eis Roll
geräusch
pegel
Kraftstoff
verbrauch
Laufflächen
verschleiß
Gewichtung   15% 30% 20% 10% 5% 10% 10%
1.Continental
ContiWinter
Contact TS850
besonders
empfehlenswert
1,8 2,1 1,7 2,4 3,0 2,1 1,8
2. Bridgestone
Blizzak LM32
besonders
empfehlenswert
1,8 2,0 2,3 2,4 3,0 1,9 2,3
3. Michelin
Alpin A4
besonders
empfehlenswert
1,8 2,5 2,4 2,4 3,4 2,3 0,5
4. Uniroyal
MS Plus 77
besonders
empfehlenswert
2,5 2,4 2,1 2,5 3,4 1,7 2,5
5. Goodyear
UG 8
empfehlenswert 2,3 2,6 2,1 2,5 3,5 1,9 2,3

6. Nokian
WR D3
empfehlenswert 1,7 2,6 2,5 2,5 3,1 2,4 2,5

7. Dunlop
SP Winter
Sport 4D
empfehlenswert 2,0 2,2 2,2 2,7 3,6 2,0 2,3

8. Fulda
Kristall
Control HP
empfehlenswert 2,7 2,7 2,3 2,5 3,3 2,0 2,5

9. Semperit
Speed-Grip 2
empfehlenswert 2,2 2,7 2,2 2,3 3,1 1,6 1,8

10. ESA-TECAR
Supergrip 7+
HP210
empfehlenswert 2,4 2,6 2,3 2,5 3,0 2,2 2,8

11. Pirelli
Winter
Sottozero 3
empfehlenswert 2,5 2,3 2,5 2,5 3,0 2,0 2,8

12. Hankook
Winter
i*cept RS (W442)
empfehlenswert 2,1 3,2 2,5 2,5 3,4 1,8 2,3

13. Toyo
Snowprox
S953
empfehlenswert 2,2 3,5 2,7 2,8 3,9 2,3 2,8

14. Interstate
Winter IWT-2
nicht
empfehlenswert
2,6 5,1 3,7 2,7 3,3 2,3 2,3

15. Sailun
Ice-Blazer
WSL-2
nicht
empfehlenswert
3,5 5,5 2,1 2,3 3,4 2,1 1,8
Hinweis: Eine niedrigere Punktzahl bedeutet ein besseres Ergebnis.
Modell Vorzüge Mängel Userbewertungen
ansehen
Continental
ContiWinterContact
TS850
vielseitiger Reifen, beste Bewertung/Bestnote auf Schnee, besonders gut sowohl auf trockener, als auch nasser Oberfläche, geringe Laufflächenverschleiß - Bewertungskommentare über den Reifen Continental ContiWinterContact TS850 lesen
Bridgestone Blizzak LM32 vielseitiger Reifen, bester Reifen auf nasser Fahrbahn, besonders gut auf trockener Oberfläche, geringer Kraftstoffverbrauch - Bewertungskommentare über den Reifen Bridgestone Blizzak LM32  lesen
Michelin Alpin A4 vielseitiger Reifen, sehr geringer Laufflächenverschleiß, besonders gut auf trockener Fahrbahn - Bewertungskommentare über den Reifen Michelin Alpin A4 lesen
Uniroyal MS Plus 77 vielseitiger Reifen, besonders gut auf Schnee, geringer Kraftstoffverbrauch - Bewertungskommentare über den Reifen Uniroyal MS Plus 77 lesen
Goodyear UG 8 Performance besonders gut auf Schnee, geringer Kraftstoffverbrauch schwächer als die besten Reifen auf trockener Oberfläche Bewertungskommentare über den Reifen Goodyear UG 8 Performance lesen
Nokian WR D3 bester Reifen im Test auf trockener Fahrbahn etwas schwächer als die besten Reifen auf nasser Oberfläche Bewertungskommentare über den Reifen Nokian WR D3 lesen
Dunlop SP Winter Sport 4D gut auf trockener und nasser Fahrbahn und auf Schnee relativ schwach auf Eis  Bewertungskommentare über den Reifen Dunlop SP Winter Sport 4D lesen
Fulda Kristall Control HP recht gut auf Schnee und Eis schwächer auf trockener und nasser Oberfläche Bewertungskommentare über den Reifen Fulda Kristall Control HP lesen
Semperit Speed-Grip 2 geringster Kraftstoffverbrauch im Test, gut auf Schnee, geringer Laufflächenverschleiß schwächer als die besten Reifen auf nasser Oberfläche Bewertungskommentare über den Reifen Semperit Speed-Grip 2 lesen
ESA-TECAR Supergrip 7+ HP210 recht gut auf Schnee und Eis schwächer als die besten Reifen auf nasser Oberfläche, recht starker Laufflächenverschleiß Wir haben diesen Reifen nicht im Angebot
Pirelli Winter Sottozero 3 gut auf nasser Fahrbahn recht starker Laufflächenverschleiß Dieser Reifen wurde noch nicht bewertet - diesjährige Neuheit
Hankook Winter i*cept RS (W442) gut auf trockener Oberfläche, geringer Kraftstoffverbrauch verhältnismäßig schwach auf nasser Fahrbahn Wir haben diesen Reifen nicht im Angebot
ToyoSnowprox S953 recht gut auf trockener Oberfläche schwach auf nasser Fahrbahn, Schnee und Eis, recht starker Laufflächenverschleiß Bewertungskommentare über den Reifen Toyo Snowprox S953 lesen
Interstate Winter IWT-2 - sehr schwach auf nasser Oberfläche und auf Schnee, etwas schwächer auf trockener und vereister Fahrbahn Dieser Reifen wurde noch nicht bewertet
Sailun Ice-Blazer WSL-2 besonders gut auf Schnee und Eis, geringer Laufflächenverschleiß sehr schwach auf nasser Oberfläche Bewertungskommentare über den Reifen SailunIce-Blazer WSL-2 lesen
Der ADAC-Test

Beim ADAC-Test wird ausgesprochen gründlich geprüft.

Breite Auswahl an guten Reifen, aber auch Flops

Vier Reifenmodelle erhielten die Endnote Gut: der Continental ContiWinterContact TS850, der sich als bester Reifen auf Schnee erwies, der Bridgestone Blizzak LM-32S, der die Konkurrenz auf nasser Fahrbahn deutlich hinter sich ließ, der Michelin Alpin A4 mit einem sehr geringen Laufflächenverschleiß und der Uniroyal MS plus 77, der das zweitbeste Ergebnis beim Kraftstoffverbrauch erzielte. Die genannten Erzeugnisse erhielten, mit Ausnahme beim Abrollgeräuschpegel, gute Teilnoten. Dabei handelt es sich jedoch um eine typische Schwäche von Winterreifen, da diese stets lauter als Sommerreifen sind. Beachtung verdienen insbesondere die drei erstgenannten Modelle, die den ADAC-Winterreifentest 2013/2014 in der Größe 225/45 R17 H deutlich für sich entscheiden konnten.

Neun Erzeugnisse erhielten die Endnote Befriedigend: der Goodyear Ultragrip 8 Performance, der Nokian WR D3, der Dunlop SP Wintersport 4D, der Fulda Kristall Control HP, der Semperit Speed-Grip 2, der ESA-TECAR Supergrip 7+ HP, der Pirelli Winter 210 Sottozero 3, der Hankook Winter I*cept  RS (W442) und der Toyo Snowprox S953.

Zwei Produkte wurden mit Mangelhaft benotet: der Interstate Winter IWT-2 (ab DOT 2412 konstruktiv geändert) und der Sailun Ice Blazer WSL-2. Beide Modelle erwiesen sich als sehr schwach auf nasser Oberfläche, wodurch ihre Endnoten deutlich schlechter ausfielen.

Die besten Reifen für konkrete Bedingungen

Auf trockener Oberfläche bewerteten die Tester den Nokian WR D3 am besten, dem der Continental WinterContact TS 850, der Bridgestone Blizzak LM 32 S und der Michelin Alpin A4 nur minimal nachstanden. Am schwächsten präsentierten sich dagegen der Sailun Ice Blazer WSL-2, der Fulda Kristall Control HP und der Interstate Winter IWT-2.

Auf nasser Fahrbahn erwies sich der Bridgestone Blizzak LM 32 S als bester Reifen,  nach dem der Continental WinterContact TS 850, der Dunlop SP Wintersport 4D und der Pirelli Winter 210 Sottozero 3 am nächstbesten abschnitten. Sehr schwach präsentierten sich in dieser Kategorie zwei Erzeugnisse: der Sailun Ice Blazer WSL-2 und der Interstate Winter IWT-2, denen dafür die Endnote gemindert wurde.

Bei der Fahrt auf Schnee fuhr sich der Continental WinterContact TS 850 entschieden am besten. Hinter ihm platzierten sich der Uniroyal MS plus 77, der Goodyear Ultragrip 8 Performance und der Sailun Ice Blazer WSL-2. Am schwächsten schnitten in dieser Kategorie der Interstate Winter IWT-2 und der Toyo Snowprox S953 ab.

Auf vereister Fahrbahn erhielten die Reifen Semperit Speed-Grip 2 und Sailun Ice Blazer WSL-2 die höchsten Noten. Die schwächsten Noten wurden dagegen dem ToyoS nowprox S953, dem Dunlop Wintersport 4D und dem  Interstate Winter IWT-2 gegeben.

Die leisesten Reifen im Test waren der Continental WinterContact TS850, der Bridgestone Blizzak LM 32 S, der ESA-Tecar Supergrip 7+ HP und der Pirelli Winter 210 Sottozero 3. Als lauteste Reifen im ADAC-Winterreifentest 2013/2014 erwiesen sich der Toyo Snowprox S953 und der Dunlop Wintersport 4D in der Größe 225/45 R17 H.

Hinsichtlich des Kraftstoffverbrauchs erwies sich als bester Reifen der Semperit Speed-Grip 2, vor dem Uniroyal MS plus 77, Hankook Winter i*cept RS (W442), dem Bridgestone Blizzak LM 32 S und dem Goodyear Ultragrip 8 Performance. Den meisten Kraftstoff erforderten der Nokian WR D3, der Michelin Alpin A4, der Toyo Snowprox S953 und der Interstate Winter IWT-2.

Sensationell hinsichtlich des Verschleißes schnitt der Michelin Alpin A4 ab, der als Einziger im gesamten Test die Teilnote Sehr gut erzielte. Am schnellsten verschlissen dagegen die Laufflächen des ESA-Tecar Supergrip 7+ HP und des Pirelli Winter 210 Sottozero 3.

Bewertungsgrundsätze

Vor drei Jahren hat der ADAC Änderungen bei den Bewertungsgrundsätzen vorgenommen, die der Vereinheitlichung des Bewertungssystems für unterschiedliche Produkte dienen. Anstatt Empfehlungen (besonders empfehlenswert, empfehlenswert, bedingt empfehlenswert, nicht empfehlenswert) wurden Noten (sehr gut, gut, befriedigend, ausreichend, mangelhaft) eingeführt, wobei die Note gut dem Urteil Sehr empfehlenswert entspricht.

Größtes Gewicht hat die Reifenperformance auf nasser Oberfläche (30%), einschließlich Bremsen auf Beton und Asphalt, Aquaplaning in Längs- und Querrichtung, Handlings (anders gesagt die leichte Lenkbarkeit), Kreisfahrt und Seitenführung. Nach Auffassung des ADAC übertragen sich gute Noten auf nasser Fahrbahn auf die Eigenschaften auf mit Schneematsch bedeckten Straßen. Große Bedeutung (Gewichtung von 20%) haben auch die Eigenschaften auf Schnee, wie das Bremsen und Anfahren aus dem Stand. Die Leistungen auf trockener Oberfläche (Richtungsstabilität, Handling, Bremsen auf Asphalt) haben eine Gewichtung von 15%. Mit 10% schlugen die Fahreigenschaften auf Eis (Bremsen, Seitenführung), Kraftstoffverbrauch und Laufflächenverschleiß zu Buche. Ein Gewicht von 5% wurde dem Geräuschpegel (im Innenraum und außerhalb des Fahrzeugs) gegeben.

Gemindert wird die Endnote vom ADAC, wenn die Note für eine der sicherheitsrelevanten Kategorien (Eigenschaften auf vier Arten von Oberflächen) niedriger als der Schwellenwert für diese Kategorie ausfiel. In diesem Fall weicht die Rangfolge auf der Grundlage der errechneten Gesamtnote von dem Platz in der Tabelle ab. Auf diese Weise werden vielseitige Reifen, d.h. für unterschiedliche Straßenverhältnisse gute Reifen, auf Kosten der „Spezialisten”, d.h speziell auf einem Gebiet guten Reifen, bevorzugt, die unter anderen Bedingungen schwächer abschneiden.

Welches Modell soll man wählen?

Die individuellen Präferenzen der Käufer müssen sich nicht mit den Grundsätzen der Tester überschneiden, die vielseitige Erzeugnisse favorisieren. Deshalb kann das optimale Erzeugnis für den Käufer ein Modell sein, das beim Test im Mittelfeld abgeschnitten hat. Es sind die vorgesehenen Einsatzbedingungen zu berücksichtigen. In den Bergen und im Hochland sind die Fahreigenschaften auf Schnee gewöhnlich am wichtigsten, da sie darüber entscheiden, ob wir Anstiege bewältigen oder sicher aus der Höhe herunterfahren können. An der See sind dagegen beispielsweise die Fahreigenschaften auf nasser Oberfläche von größter Bedeutung. Die Verschleißfestigkeit des Reifens und der Kraftstoffverbrauch haben riesige Bedeutung für Fahrzeugflotten, deren Autos auf Laufleistungen von mehreren zehntausend Kilometern pro Jahr kommen. Dafür altert privaten Käufern die Bereifung gewöhnlich schneller, als dass sich die Tiefe der Lauffläche auf 4 mm reduziert, und die Differenz bei den Benzinkosten macht den Kauf eines teureren Modells nicht sinnvoll.

Es ist auch daran zu denken, dass die Karosseriereparaturkosten und Lackierkosten höher als die Preisdifferenz bei Kauf eines kompletten Reifensatzes liegen. Aus diesem Grund macht es sich stets bezahlt, einen Reifen mit besseren Fahreigenschaften unter den voraussichtlichen Einsatzbedingungen zu wählen.

Preisunterschiede von bis zu 94%

Die Preisdifferenzen beim Kauf des gleichen Reifensatzes betragen oft 60-80% und übersteigen unter Umständen sogar 90%. Nur beim Vergleichen der Verkaufspreise zeigt sich, ob bei der Entscheidung für das betreffende Produkt die optimale Wahl getroffen wird. Wenn man bessere Reifen billiger als woanders Mittelklassereifen kaufen kann, warum sollte man dann unnötig draufzahlen?

Können die Testergebnisse auf andere Größen übertragen werden?

Ja, im Falle von ähnlichen (benachbarten) Größen. Je größer die Unterschiede bei den Größen, desto weniger sind die Ergebnisse übertragbar und eines der besten Modelle in der Dimension A kann in Dimension bereits nur noch Mittelmaß sein. Die Unterschiede ergeben sich auch aus der unterschiedlichen Geschwindigkeitskategorie der Reifen.

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